Angeschlagene Bank Not-Kredit soll Dexia über Wasser halten

Frankreich, Belgien und Luxemburg wollen mit einem milliardenschweren Not-Kredit der angeschlagenen Bank Dexia etwas Zeit verschaffen, bis ein breiter Rettungsplan steht. Die Hauptlast soll Belgien tragen.

Dexia soll mit einer staatlichen Finanzspritze über Wasser gehalten werden. Quelle: AFP

BrüsselFrankreich, Belgien und Luxemburg arbeiten einem Medienbericht zufolge mit Hochdruck an einer Not-Finanzspritze in Milliardenhöhe für die angeschlagene Bank Dexia. Eine solche Überbrückungsfinanzierung würde dazu beitragen, Zeit zu gewinnen, bis die Regierungen eine breitere Vereinbarung zur Rettung des Instituts unter Dach und Fach hätten, schrieb die belgische Tageszeitung „De Tijd“ am Mittwoch. In einem Bericht der Zeitung „De Standaard“ war ebenfalls von neuen Verhandlungen die Rede.

Im Oktober hatte Dexia mit den drei Ländern Staatshilfen im Volumen von bis zu 90 Milliarden Euro über zehn Jahre ausgehandelt. Die Zeitung schrieb nun, der Deal sei noch nicht beschlossene Sache. Damit sei die Bank von Nothilfen im Volumen von 30 bis 40 Milliarden Euro abhängig. Die drei Länder verhandelten nun, um diese Summe bereit zu stellen. Die Hilfen sollen der Zeitung zufolge wie folgt aufgeteilt werden: Belgien würde 60,5 Prozent der Garantien übernehmen, Frankreich 36,5 Prozent und Luxemburg drei Prozent.

Spekulationen über Nachverhandlungen zum Rettungspaket für die belgisch-französische Bank hatten bereits in Fernost den Euro belastet. 

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