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BankenJP Morgan und Bank of America machen weniger Gewinn

Gleich vier US-Geldhäuser veröffentlichen am heutigen Freitag neue Zahlen. Bei JP Morgan schmälern Zahlungen an die US-Einlagensicherung den Gewinn. 12.01.2024 - 13:49 Uhr

Gleich vier Schwergewichte unter den Banken in den USA beginnen die Quartalsberichtssaison der Finanzhäuser. Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase und Wells Fargo legen ihre Zahlen für das vierte Quartal 2023 vor.

JP Morgan: Zahlungen an US-Einlagensicherungsfonds drücken Gewinn

Die US-Großbank JP Morgan Chase hat wegen Zahlungen an den US-Einlagensicherungsfonds DIF im vierten Quartal beim Gewinn Federn gelassen. Der Gewinn sei von Oktober bis Dezember auf 9,31 (Vorjahr: 11,01) Milliarden Dollar gefallen, teilte das Geldhaus am Freitag mit. Die Erlöse stiegen um zwölf Prozent auf 38,57 Milliarden Dollar. Vorbörslich legten die Aktien der Investmentbank zu.

Die US-Wirtschaft zeige sich weiter widerstandsfähig, sagte Bank-Chef Jamie Dimon. Die Inflation könnte aber ein Problem bleiben. JPMorgan und einige andere US-Großbanken müssen den Löwenanteil von Zahlungen in einer Höhe von rund 16 Milliarden Dollar an den Sicherungsfonds stemmen, die nach der Schieflage der Silicon Valley Bank und der Signature Bank fällig geworden sind. Bei JP Morgan waren es im Quartal rund drei Milliarden Dollar.

Bank of America: Gewinn schrumpft im Schlussquartal

Milliardenbelastungen haben den Gewinn der Bank of America im vierten Quartal deutlich gedrückt. Der zweitgrößte Bankkonzern der USA erzielte im Schlussviertel des vergangenen Jahres einen Nettogewinn von 3,1 Milliarden Dollar nach 7,1 Milliarden Dollar vor Jahresfrist, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Pro Aktie erwirtschaftete die Bank of America einen Überschuss von 35 Cent nach 85 Cent ein Jahr zuvor. Die Nettozinserträge sanken unter anderem angesichts einer verhaltenen Kreditnachfrage im Zuge der hohen Zinsen um fünf Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar. Insgesamt nahmen die Erträge um zehn Prozent auf 22 Milliarden Dollar ab. Die Aktie der Bank büßte im vorbörslichen Handel zeitweise 1,8 Prozent 32,56 Dollar ein.

Aus Sicht von Konzernchef Brian Moynihan hat der Finanzkonzern gleichwohl in den Schlussmonaten des vergangenen Jahres gut abgeschnitten. „Wir haben solide Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vorgelegt, da alle unsere Geschäfte ein starkes organisches Wachstum erzielt haben, mit Kundenaktivitäten und digitalem Engagement auf Rekordniveau“, teilte er mit. Der Finanzkonzern sei zudem mit einer starken Kapital- und Liquiditätsposition gut aufgestellt, um im Jahr 2024 ein verantwortungsvolles Wachstum zu erzielen.

Das Bankhaus verbuchte im Schlussquartal unter anderem Lasten von 2,1 Milliarden Dollar wegen einer Sondergebühr, um einen Einlagensicherungsfonds der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) wiederaufzufüllen. Dieser war im vergangenen Jahr um insgesamt 16 Milliarden Dollar geleert worden, um Sparer vor den Folgen des Zusammenbruchs der Silicon Valley Bank und der Signature Bank zu schützen. Dazu kamen weitere 1,6 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit dem Auslaufen einer Bloomberg-Zinsbenchmark, die in einigen Kreditverträgen verwendet wurde.

rtr
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