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Bankenaufsicht EBA warnt Banken auf harten Brexit nicht angemessen vorbereitet

Laut der EU-Bankenaufsicht EBA sind Banken auf einen harten Brexit nicht angemessen vorbereitet Quelle: REUTERS

Viele Banken sind nach Einschätzung der EU-Bankenaufsicht EBA nicht ausreichend auf einen harten Brexit vorbereitet. Angesichts der Gefahr eines harten Brexit schlagen die EU-Bankenregulierer deshalb Alarm.

Europas Geldhäuser müssten sich noch viel stärker auf das mögliche Krisenszenario eines britischen EU-Austritts ohne Anschlussvereinbarung vorbereiten, warnt die europäische Bankenbehörde EBA. „Das soll ein Weckruf sein. Die Zeit läuft ab, und in manchen Fällen ist sie abgelaufen“, sagte der für Bankenmärkte zuständige EBA-Direktor Piers Haben. Man dürfe auch nicht fest davon ausgehen, dass es eine Übergangsperiode geben werde.

Die EBA sei der Auffassung, dass die Planungen „in einer Reihe von Bereichen schneller voranschreiten“ sollten, mahnte die Behörde. Bislang sind die Banken aus EBA-Sicht noch nicht angemessen für den Fall vorbereitet, dass es zu einem ungeregelten Austritt der Briten aus der Europäischen Union kommt.

Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus, egal ob weicher oder harter Brexit. Dieser geplante EU-Austritt Großbritanniens stellt in London angesiedelte Banken vor ein Problem: Für Dienstleistungen in der Europäischen Union benötigen sie ein Standbein in einem EU-Staat. Die Zwei-Jahres-Frist für die Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und Brüssel über die Brexit-Modalitäten läuft bis Ende März 2019. Ob es danach eine Übergangsfrist geben wird, ist noch offen.

Die Europäische Zentralbank und die Bank von England arbeiten zusammen daran, wie die Gefahren für Finanzdienstleiter um den Brexit-Tag herum eingedämmt werden können. Eine entsprechende Mitteilung hatte Erwartungen geschürt, die Behörden werden größere Turbulenzen wohl verhindern. EBA-Direktor Haben trat solchen Spekulationen entgegen. Die Ansicht sei weit verbreitet, dass es ein Politik-Wunder geben werde, sagte Haben. „Ich glaube nicht, dass sich Banken auf ein allgemeines allumfassendes staatliches Eingreifen verlassen können“, warnte er. Und EBA-Chef Andrea Enria erklärte: „Unternehmen können nicht davon ausgehen, dass sie weiterhin wie bisher operieren noch können sie sich auf bis jetzt nicht realisierte politische Vereinbarungen oder Maßnahmen der Politik stützen.“

Auch die Bundesbank hatte kürzlich Geldhäuser dazu aufgerufen, sich besser auf einen harten Brexit vorzubereiten. Einige Institute hätten in ihren Anstrengungen nachgelassen, sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling.

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