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Bankenverband Neuer Präsident distanziert sich von Briefkastenfirmen

Seine Amtseinführung heute hat sich Hans-Walter Peters wohl anders vorgestellt. Sie steht im Zeichen der Debatte um Briefkastenfirmen.

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Hendrik Riehmer, Dr. Hans-Walter Peters und Andreas Brodtmann beim 425-jährigen Jubiläum von Berenberg Quelle: obs

Der Verband der privaten Banken in Deutschland hat einen neuen Präsidenten. Hans-Walter Peters, Chef der Berenberg Bank, folgt auf Jürgen Fitschen, der noch als Co-Chef der Deutschen Bank im Amt ist. Fitschen hat als BdB-Präsident turnusgemäß nach drei Jahren aufgehört. Doch der Wechsel an der Verbandsspitze hätte auch einen Schlussstrich unter die Reputationsdebatte ziehen sollen, denn Peters Vorgänger Fitschen schleppte als Präsident die schwere Hypothek von Gerichtsprozessen und Rechtsrisiken bei der Deutschen Bank mit sich herum.

Kaum im Amt muss sich aber auch der Neue schon mit Kratzern am Ruf auseinandersetzen. Peters Berenberg Bank ist besonders stark mit Briefkastenfirmen in Erscheinung getreten, die vergangene Woche unter dem Stichwort Panama Papers öffentlichkeitswirksam aufgedeckt wurden. Das Thema betrifft fast alle wichtigen deutschen Banken, nicht nur private, sondern auch öffentlich-rechtliche Landesbanken. Ausgerechnet bei Berenberg fanden sich die meisten Fälle.

Peters hat das nicht auf sich sitzen lassen. Noch am Wochenende vor seiner Amtseinführung hat er in einem Interview klargestellt, dass sein Haus sich in Sachen Briefkastenfirmen nichts zu Schulden kommen lassen habe. Alle Geschäfte seien sauber. Das ist eine klare Aussage, an der Peters sich wird messen lassen müssen – nicht nur als Chef bei Berenberg, auch als Präsident des Bankenverbands.

Und so könnte der Festredner für seine Amtseinführung mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kaum passender besetzt sein. Schäuble will mit einer Transparenzinitiative auf die Panama-Enthüllungen reagieren. Der Bankenverband hat diesen Plan umgehend begrüßt. Jetzt muss er ihn aber noch tatkräftig mit umsetzen helfen.

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