BayernLB-Chef Gerd Häusler sieht Ermittlungen gelassen

Das Ermittlungsverfahren der österreichischen Justiz gegen ihn wird aus Sicht von BayernLB-Chef Gerd Häusler im Sande verlaufen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesbank, Gerd Häusler, fasst sich während einer Pressekonferenz an die Nase. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen ihn. Quelle: dpa

"Ich bin völlig gelassen in der Angelegenheit, weil ich weiß, dass ich die Wahrheit gesagt habe", sagte Häusler am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Staatsanwaltschaft Wien geht dem Verdacht nach, dass Häusler in einem Zivilprozess vor dem Handelsgericht Wien falsche Angaben über den Zustand der ehemaligen BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria (HGAA) gemacht hat. Streit gibt es vor allem darum, wie die Liquiditätssituation der Bank Ende 2009 ausgesehen hat.

Er habe die Lage der HGAA Ende 2009 unter Verwendung von Zahlen und offiziellen Angaben der HGAA in vollem Umfang korrekt und zutreffend geschildert, sagte Häusler zu Reuters. "Dass meine Aussage von mancher Aussage aus Österreich abweicht, dürfte niemanden überraschen." Die BayernLB hatte die HGAA 2007 übernommen und nach massiven Verlusten zweieinhalb Jahre später zum symbolischen Preis von einem Euro an Österreich zurückgegeben. Seither beschäftigt der Fall die Gerichte. Ein Ende des Streits, der in einer Vielzahl von Verfahren ausgetragen wird, ist nicht in Sicht.

Die Baustellen der BayernLB

Häusler kritisierte den ehemaligen HGAA-Chef und Investor Tilo Berlin: "Herr Berlin, der durch das Geständnis eines Zeugen im Klagenfurter Strafprozess unter Druck steht, hat die halbe bayerische Landesbank mit solchen Hinweisen an die Staatsanwaltschaft überzogen." Die HGAA hat Berlin und weitere Investoren auf Rückzahlung einer Sonderdividende verklagt, die nach Ansicht der Österreicher 2008 zu Unrecht ausbezahlt wurde. Berlins Anwalt wollte sich zu dem Thema am Freitag nicht äußern.

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