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Betrugsermittlungen Für Monte-Paschi wird die Luft eng

Riskante Derivate-Geschäfte gefährden das Überleben der ältesten Bank der Welt. Nun hat ein Richter eine Beschlagnahmung von 1,8 Milliarden Euro beim japanischen Geldhaus Normura abgelehnt, sagen Insider.

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Die Traditionsbank Monte dei Paschi. Quelle: Reuters

Siena Ein Richter hat die im Rahmen der Betrugsermittlungen gegen die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena angeordnete Beschlagnahmung von 1,8 Milliarden Euro bei dem japanischen Geldhaus Nomura Justizkreisen zufolge abgelehnt. Das sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen riskanter Derivate-Geschäfte, die das Überleben der ältesten Bank der Welt gefährdeten. Im Rahmen der Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Mitte April die Beschlagnahmung von 1,8 Milliarden Euro bei dem Bankhaus Nomura angeordnet. Eine Nomura-Sprecherin wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Außer Nomura war auch die Deutsche Bank an den Derivate-Geschäften beteiligt. Wegen der Affäre hat Monte Paschi beide Geldhäuser auf Schadenersatz verklagt. Die Staatsanwälte ermitteln wegen des Verdachts auf Korruption und Betrug. Der Fall hat das Land politisch erschüttert und zieht Kreise bis an die Spitze der Europäischen Zentralbank.

 

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