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Bilanz Deutsche Bank macht Verluste

Es ist das letzte Mal, dass Josef Ackermann die Zahlen der Deutschen Bank vorstellt. Und die sind dieses Mal mies.

Anshu Jain, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Jürgen Fitschen Quelle: dpa

Es war seine letzte große Show: Der scheidende Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann stellte am Donnerstag, den 02. Februar, die Jahresbilanz des Instituts vor - und die ist ernüchternd. Die Deutsche Bank hat Ende 2011 wegen der Euro-Schuldenkrise überraschend rote Zahlen geschrieben. Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen sowie mögliche Belastungen für die Gerichtsverfahren in den USA haben die Bilanz der Deutschen Bank zum Jahresende gedrückt. Die Schuldenkrise führte zu einer Flaute am Anleihemarkt, die das Kerngeschäft Investmentbanking massiv belastete. Der Verlust vor Steuern im vierten Quartal betrug 351 Millionen Euro nach einem Gewinn von 707 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das größte deutsche Geldhaus mitteilte. Die vom künftigen Co-Chef Anshu Jain geleitete Kapitalmarkt-Sparte schrieb einen Verlust von 422 Millionen Euro.

Deutsche Bank enttäuscht Analysten

Analysten hatten im Schnitt mit einem Milliardengewinn gerechnet und auch der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann hatte einen Gewinn von zehn Milliarden Euro angepeilt. Wegen der Schuldenkrise war spätestens seit Herbst klar, dass dieses Ziel nicht zu erreichen ist. So verdiente das Institut im Gesamtjahr - vor Steuern - nur 5,4 Milliarden Euro. Dank einer Steuergutschrift stand zum Jahresabschluss 2011 unter dem Strich ein kleiner Gewinn von 147 (Vorjahr: 601) Millionen Euro in den Büchern. Damit verfehlte die Bank die Prognosen deutlich. Die Deutsche Bank will den Aktionären wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie Dividende zahlen. Die Aktie büßte vorbörslich sechs Prozent ein.

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