BNP Paribas Französische Bank forciert nach Gewinnminus Sparkurs

BNP Paribas hat die Erwartungen der Analysten enttäuscht. Schärfere Regulierungskosten und eine hohe Abschreibung auf das Italien-Geschäft haben das Institut vor Probleme geführt.

Eine BNP Paribas Filiale in Tokio. Quelle: REUTERS

Schärfere Regulierungskosten und eine hohe Abschreibung auf das Italien-Geschäft haben die französische Großbank BNP Paribas im Schlussquartal stark belastet. Der Nettogewinn halbierte sich auf 665 Millionen Euro, wie das Kreditinstitut mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit 845 Millionen Euro gerechnet. Der Branchenprimus in Frankreich will nun den Sparkurs forcieren. Bis 2019 will der Konzern eine Milliarde Euro einsparen. Allein im Investmentbanking sollen in diesem Zeitraum die Kosten um zwölf Prozent sinken. Darüber hinaus will das Geldhaus einige Aktivitäten auf Eis legen und sich künftig auf Geschäfte konzentrieren, die weniger Kapital erfordern und dafür Gebühren einbringen wie die Beratung, Geldtransfer und Wertpapierdienstleistungen.

Wo Analysten die höchsten Löhne kassieren
Die französische Geschäftsbank BNP Paribas hat es gerade so in die Top 10 geschafft – mit einem Durchschnittsgehalt für Analysten von knapp 80.000 Euro (69.000 Euro Basisgehalt plus 11.000 Euro Bonus). Quelle: Umfrage des Online-Analysehauses Emolument  Quelle: REUTERS
Die Analysten der Citigroup können jährlich rund 89.600 Euro Gehalt (75.400 Euro Grundsalär plus 14.200 Euro Bonus) vom Konto abheben. Quelle: AP
Wer im Hause von JP Morgan als Analyst tätig ist, kann mit einem jährlichen Salär von rund 91.000 Euro rechnen. Dabei macht der Bonus von ca. 22.000 Euro im Vergleich zum Grundgehalt von 69.000 Euro einen vergleichsweise großen Teil aus. Quelle: REUTERS
Rund 97.000 Euro „Cash“ gibt es bei dem britischen Finanzunternehmen Barclays für jeden Analysten pro Jahr. 74.000 Euro Grundgehalt sind dabei sicher, 23.000 Euro Bonus optional. Quelle: AP
Auf die Löhne geschaut: Bei der Londoner Großbank HSBC erhalten Analysten durchschnittlich 97.400 Euro (78.300 Euro Basissalär und 21.100 Euro Bonus) pro Jahr. Quelle: REUTERS
In die Top 5 geht es für die Credit Suisse: Bei den Eidgenossen verdienen Analysten 99.600 Euro (78.200 Euro Grundgehalt plus 21.400 Euro Bonus). Quelle: REUTERS
Hoch im Kurs: Platz 3 teilen sich Goldman Sachs und Morgan Stanley. Bei beiden Häusern verdienen Analysten 101.000 Euro (72.500 Euro Basisgehalt und 28.500 Euro Bonus). Quelle: AP
Bei einem Gehalt von 101.000 Euro ist auch bei der UBS aus der Schweiz Schluss mit den Analystengehältern. Doch das sichere Basissalär liegt mit 78.200 Euro höher als bei den Drittplatzierten. Quelle: AP
Hauchdünn erreicht die Deutsche Bank die Pole-Position. Mehr als 101.000 Euro gibt es bei dem Kreditinstitut auch nicht. Doch das fixe Grundgehalt in Höhe von 79.700 Euro ist einsame Spitze. Quelle: dpa

Ins vierte Quartal fielen bei BNP Paribas schärfere Regulierungsvorschriften sowie eine bereits vorab bekanntgegebene Abschreibung von 900 Millionen Euro auf die Italien-Tochter BNL an. Die Einnahmen litten darunter nicht. Sie legten um knapp drei Prozent auf 10,45 Milliarden Euro zu.

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