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Bundesbank Auf absehbare Zeit kein digitaler Euro

Die Bundesbank rechnet nicht mit einer raschen Einführung eines digitalen Zentralbankgelds im Euro-Raum.

Digitales Bargeld berge zu viele Risiken, warnt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. In Deutschland reiche echtes Bargeld vorerst aus. Quelle: REUTERS

Aktuell springen die Kurse virtueller Währungen in die Höhe. So hat sich beispielsweise seit Jahresbeginn der Wert der Cyber-Währung Bitcoin um rund 1000 Prozent erhöht. Die Bundesbank rechnet jedoch vorerst nicht mit der Einführung eines digitalen Zentralbankgelds.

Von digitalem Bargeld könnten erhebliche Konsequenzen für das Finanzsystem und die Finanzstabilität ausgehen, die aus heutiger Sicht nicht abschätzbar seien, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Berlin laut Redetext. "Deshalb ist die Emission digitalen Zentralbankgeldes aus unserer Sicht in einem vorhersehbaren Zeitraum keine realistische Option." Thiele ist im Bundesbank-Vorstand unter anderem für Zahlungsverkehr zuständig.

Viele Zentralbanken beschäftigen sich momentan mit der Technologie, die hinter diesen digitalen Währungen steht. Die schwedische Zentralbank arbeitet beispielsweise an der digitalen e-Krona. Thiele zufolge spielt dabei eine Rolle, dass in Schweden echtes Bargeld in Form der Krone kaum noch akzeptiert wird. "Diese Erfahrung machen wir in Deutschland und auch im Euroraum nicht." Die EZB hatte in der vergangenen Woche eine Studie veröffentlicht, nach der in der Euro-Zone immer noch vier von fünf Einkäufen bar bezahlt werden.

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