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CFD-Verbot Wie die BaFin verhindern will, dass Verbraucher Haus und Hof verlieren

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Auch unseriöse Inkasso- und Abmahnunternehmen werden eingespannt

Über besonders drastische Fälle von Verbrauchern, die der verhängnisvollen Nachschusspflicht bei Finanzwetten zum Opfer gefallen sind, haben Medien bereits berichtet. So hatte ein 26-Jähriger 2800 Euro in CFDs angelegt und sollte 280.000 Euro nachschießen. Ein Physiotherapeut investierte 1500 Euro und schuldete hinterher 30.000 Euro. Aus Sicht der BaFin ist es nicht hinnehmbar, dass Verbrauchern derart riskante Produkte angeboten werden.

Die Vertriebsmannschaften solcher Finanzwetten haben explizit an Privatleute ins Visier genommen. An den Mann gebracht wurden und werden die windigen Angebote fast ausschließlich über das Internet. Anbieter lassen potenzielle Kunden mit ausgefeilten Testprogrammen spielen, bevor echtes Geld eingesetzt wird. Wenn die Demoversionen mit leicht verdientem Geld locken, lassen sich Verbraucher schnell zu riskanten Wetten hinreißen.

Ein staatliches Verbot dieser besonders riskanten Produkte ist nicht als Bevormundung zu sehen. Schließlich muss der Sozialstaat am Ende die Kosten tragen, wenn ein Mensch Haus und Hof verliert und dann ohne Altersvorsorge da steht.

Bei dem Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht dürfte es nicht bleiben. Ebenfalls im Visier der BaFin befinden sich binäre Optionen. Auch bei diesen handelt es sich um Wetten auf Ereignisse an den Finanzmärkten, wobei Anleger nur gewinnen können, wenn sie ganz genau richtig liegen. Um zu gewinnen, muss eine Kursentwicklung nicht nur von der Tendenz her präzise prognostiziert werden. Nach Einschätzung der BaFin handelt es sich hier eher um Glücksspiel als um Finanzprodukte.

Denn selbst wenn ein Anleger mal richtig mit seiner Wette liegt, ist er kaum in der Lage, seinen Gewinn einzufordern. Die Anbieter sitzen auf lasch regulierten Mittelmeer- und Tropeninseln, wo sie für Geldforderungen deutscher Kunden so gut wie unerreichbar sind. Umgekehrt treiben sie ihre vermeintlichen Forderungen gegen Kunden nachdrücklich ein, wobei zuweilen unseriöse Inkasso- und Abmahnunternehmen eingespannt werden.

Auch bei binären Optionen zielt der Vertrieb explizit auf unbedarfte Privatanleger ab, oft junge Leute, die mit bunten Smartphone-Apps geködert werden. Sogar der ehemalige deutsche Tennisspieler Boris Becker hat für einen Anbieter binärer Optionen geworben.

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