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Commerzbank Coba-Tagesgeschäft legt zu, doch Konzernergebnis bricht ein

Trotz der eingebrochenen Konzernergebnisse gibt es Grund zum Optimismus. Der Konzernumbau kommt gut voran und besonders das Tagesgeschäft läuft gut. Quelle: dpa

Auch wenn das Konzernergebnis um ein Viertel eingebrochen ist, zeigt sich Commerzbank-Vorstandschef Zielke optimistisch. Der Konzernumbau geht schneller voran als geplant und das Tagesgeschäft läuft besser als erwartet.

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Die Commerzbank schlägt sich dank wachsender Kundenzahlen im Tagesgeschäft besser als erwartet. Das operative Ergebnis legte 2019 um ein Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu, die Erträge verbesserten sich dank zunehmender Kundenzahlen auf 8,64 (Vorjahr: 8,57) Milliarden Euro. Unter dem Strich brach der Gewinn jedoch wegen der Kosten für den erneuten Konzernumbau und höheren Steuern um ein Viertel auf 644 Millionen Euro ein, wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet, im vorbörslichen Handel legte die Aktie um fünf Prozent zu.

„Wir haben das Geschäftsjahr mit einem besseren operativen Ergebnis abgeschlossen als zwischenzeitlich erwartet“, sagte Vorstandschef Martin Zielke. Die Commerzbank komme beim Konzernumbau schneller voran als geplant. „Das stimmt mich mit Blick auf unsere Renditeerwartung optimistischer, als ich es im vergangenen Herbst war.“ Anleger und Aufseher hatten das Ziel einer Rendite von vier Prozent im Jahr 2023 als zu wenig ambitioniert kritisiert.

Unter dem Druck der niedrigen Zinsen, dem harten Wettbewerb und den sich verschlechternden Konjunkturaussichten hatte Zielke Ende September unter anderem den Abbau von konzernweit 4300 Stellen, die Schließung von 200 der 1000 Filialen, die Übernahme der Online-Tochter Comdirect sowie den Verkauf der polnischen Tochter mBank angekündigt. Insidern zufolge gab es zuletzt aber nur noch einen aussichtsreichen Bieter für die mBank, nachdem sich andere potenzielle Käufer aus Furcht vor einer Einmischung der Regierung in Warschau zurückgezogen haben.

Mehr Kreditausfälle

Für 2019 sollen die Commerzbank-Aktionäre eine Dividende von 15 Cent je Aktie erhalten - fünf Cent weniger als im Vorjahr. Auch für 2020 sollen sie eine Dividende bekommen, die Ausschüttungsquote solle auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr liegen.

Die eingetrübten Konjunkturaussichten bekommt die Commerzbank bereits zu spüren, die Belastungen durch faule Kredite kletterten 2019 um 39 Prozent auf 620 Millionen Euro. Im laufenden Jahr würden die Risikokosten auf mehr als 650 Millionen steigen, erklärte das Bankhaus.

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