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Credit Suisse Tidjane Thiam wird neuer Chef der Schweizer Großbank

Der Amerikaner Brady Dougan verlässt die Credit Suisse. Er war seit längerer Zeit Rücktrittsforderungen von Investoren ausgesetzt. Tidjane Thiam übernimmt nun als erster Afrikaner die Führung einer Schweizer Großbank.

Der Neue an der Spitze der Credit Suisse: Der Chef des britischen Versicherers Prudential, Tidjane Thiam, übernimmt die Führung Quelle: dpa

Die Schweizer Großbank Credit Suisse tauscht ihren Vorstandschef aus: Der US-Amerikaner Brady Dougan nimmt Ende Juni nach acht Jahren an der Spitze seinen Hut. Nachfolger wird der Westafrikaner Tidjane Thiam, bislang noch Chef des weltweit tätigen britischen Versicherungskonzerns Prudential. Das teilte Credit Suisse in Zürich mit.

Credit Suisse kämpft noch immer mit den Folgen der Finanzkrise. Dougan stand immer wieder in der Kritik von Investoren, da er die Bank in deren Augen nur halbherzig auf die neuen Zeiten einstellte.

Dougan, der seit 2007 an der Spitz der zweitgrößten Schweizer Bank steht, bleibe noch bis Juni 2015 im Amt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. "Ich bin überrascht und trotzdem erleichtert", erklärte ein Vermögensverwalter. Er erwartete einen Anstieg der Credit-Suisse-Aktie.

Hier leben die meisten Millionäre
Global Wealth Report 2014Das reichste Prozent der Menschheit besitzt nahezu die Hälfte des gesamten Vermögens weltweit – das ergibt eine Untersuchung der Schweizer Großbank Credit Suisse. Insgesamt liegt das Durchschnittsvermögen weltweit auf einem Rekordhoch: Rund 44.000 Euro hätte jeder Mensch – wären die Vermögen gleich verteilt. Wo die meisten Millionäre leben. Quelle: REUTERS
Rang 10: Spanien – 1 ProzentIn Spanien ist jeder vierte Erwerbsfähige ohne Arbeit – das Land kämpft immer noch mit den Nachwehen der Euro-Krise. Einige scheinen trotzdem Gewinne zu machen. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete Spanien 89.000 neue Millionäre. Insgesamt leben dort 465.000 Millionäre; das entspricht einem Prozent aller Millionäre weltweit. Quelle: dpa
Rang 9: Schweiz - 2 ProzentDie Reichen bunkern nicht nur ihr Schwarzgeld in der Schweiz – viele leben auch dort. Kein Wunder: Es gibt zahlreiche Skigebiete und auch die Alpen und Seen ziehen seit fast 200 Jahren Touristen an.  Die wohl stabilste Volkswirtschaft der Welt beherbergt insgesamt 700.000 Millionäre. Quelle: dpa
Rang 8: Kanada - 3 ProzentKanada zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Geht man nach dem Human Development Index, ein Index der Wohlstand nicht nur anhand materieller Indikatoren misst, belegt der Nachbar der USA Platz vier. In Kanada leben 1.100.000 Millionäre, das sind 105.000 als im Vorjahr. Damit verzeichnet Kanada den siebtgrößten Millionärszuwachs weltweit. Quelle: dpa
Rang 7: China - 3 ProzentChina ist die größte Volkswirtschaft der Welt und verzeichnet rasante Wachstumsraten. Bei den Superreichen zeichnet sich das nur bedingt ab. Ganze acht Länder haben im vergangenen Jahr mehr Millionäre hervorgebracht. Trotzdem: 90.000 neue Millionäre können sich sehen lassen. Insgesamt gibt es in China 1.100.000 Millionäre. Quelle: dpa
Rang 6: Australien - 4 ProzentRiesige Strände, weite Landschaften, Gebirge – was einst eine britische Gefängniskolonie war, zieht täglich mehrere Millionen Touristen an. Doch nicht nur sie lassen es sich gut gehen - in Australien leben mittlerweile 1.200.000 Millionäre. Das sind 106.000 mehr als noch im Vorjahr. Quelle: AP
Rang 5: Italien - 5 ProzentÄhnlich wie Spanien kommt auch Italien nicht aus der Wirtschaftskrise heraus. Fast jeder zweite zwischen 15 und 24 ist dort ohne Arbeit. Doch die Krise tangiert längst nicht alle Italiener. 216.000 können sich dort als Neu-Millionäre bezeichnen. Italien beherbergt damit 1.500.000 Millionäre. Quelle: AP

Einen Grund für den Rücktritt des 1959 geborenen Amerikaners nannte Credit Suisse nicht. "Ich danke Brady Dougan für seinen außergewöhnlichen Einsatz und außerordentlichen Leistungen in mehr als 25 Jahren für die Bank", erklärte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. Dougan habe Credit Suisse trotz sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen für die Finanzbranche auf Kurs gehalten und schwierigste Herausforderungen gemeistert.

Thiam kommt aus Versicherungsbranche

Sein Nachfolger Tidjane Thiam hat sich als erfolgreicher Prudential-Chef Meriten erworben. Der in der Elfenbeinküste geborene Finanzexperte sei im Rahmen eines sorgfältigen Auswahlprozesses mit internen wie externen Kandidaten zum neuen Chef der Bank gekürt worden, teilte Credit Suisse mit. Der Westafrikaner wuchs in Frankreich auf, wo er auch studierte. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit bei McKinsey in Paris und New York arbeitete er in der Elfenbeinküste für die Regierung, zuletzt als Minister für Planung und Entwicklung, bevor er als Partner wieder zu McKinsey nach Paris zurückkehrte.

Von 2002 bis 2008 war Tidjane Thiam laut Mitteilung von Credit Suisse in leitenden Funktionen für die Versicherungsgesellschaft Aviva tätig. Bei der Prudential-Gruppe war er zuerst Finanzchef, ehe er 2009 die Konzernleitung übernahm. Thiam ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern und spricht Englisch, Französisch und Deutsch. Er ist Bürger von Frankreich und der Elfenbeinküste.

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Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner lobte den scheidenden Dougan laut Mitteilung der Bank. Er habe die Bank in den vergangenen Jahren trotz sehr anspruchsvoller Rahmenbedingungen und erheblichem Gegenwind auf Kurs gehalten und zusammen mit der Geschäftsleitung auch schwierigste Herausforderungen gemeistert,

Der Amerikaner hatte die Führung von Credit Suisse im Mai 2007 von dem deutschen Banker Oswald Grübel übernommen. Dougan hatte sich bei der CS-Investmenttochter nach oben gearbeitet. Ab 2004 leitete er das Investmentbanking. Dougan, der an der Universität Chicago Wirtschaftswissenschaften studiert hat, ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.

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