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Credit-Suisse-ÜbernahmeUBS-Chef Ermotti zieht positive Bilanz über verlorene Einlagen

Nach der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS haben Kunden Geld abgezogen. Sergio Ermotti äußert sich nun optimistisch über die Rückgewinnung der Einlagen. 25.09.2023 - 12:59 Uhr

Die UBS-Aktie hat in diesem Jahr um mehr als ein Drittel zugelegt.

Foto: Reuters

UBS-Chef Sergio Ermotti sieht im aktuellen Quartal eine „gute Dynamik“ bei der Rückgewinnung von Geldern, die Kunden der Credit Suisse im Vorfeld der Übernahme des Instituts abgezogen haben. Dass die verlorenen Einlagen von rund 200 Milliarden Dollar vollständig wieder zurückfließen, sei aber unwahrscheinlich.

„Es wird ein paar Quartale dauern, um einen guten Teil zurückzugewinnen“, sagte Ermotti am Montag im Bloomberg-TV-Interview in Peking. „Es wird fast unmöglich sein, alles zurückzugewinnen, aber unser Ziel ist es, so viel wie möglich zu erhalten.“

Die UBS-Aktie hat in diesem Jahr um mehr als ein Drittel zugelegt. Die Anleger zeigen sich zunehmend optimistisch in Bezug auf die Übernahme und Integration der Credit Suisse.

Auf seiner ersten Asienreise seit seiner Rückkehr auf den UBS-Chefposten sagte Ermotti, er sehe weltweit Zuflüsse von Kundengeldern.

„Man kann wohl sagen, dass die Anleger konstruktiver sind als in jüngster Vergangenheit“, sagte Ermotti. Es sei „sehr ermutigend zu sehen, dass unsere Kunden auf unsere Maßnahmen reagieren“.

Engagement der UBS in China

Ermotti bekräftigte bei seinem Besuch in Peking das Engagement des Unternehmens in China, räumte jedoch ein, dass sich die geopolitische Lage verändert habe. UBS habe ein „sehr begrenztes“ direktes Engagement in chinesichen Immobilien, so Ermotti. Die Bank sei im Land hauptsächlich bestrebt, den Menschen bei der Vermögensverwaltung zu helfen.

Im Bezug auf das Wertpapier-Geschäft der Credit Suisse, das nun bei der UBS liegt, würden die Optionen noch immer geprüft, so Ermotti. Das Wealth Management der UBS verzeichnete im zweiten Quartal Kundenzuflüsse in Höhe von 16 Milliarden Dollar und damit den höchsten Wert in diesem Zeitraum seit über zehn Jahren.

Weiterer Personalabbau geplant

Mit Blick auf den Stellenabbau sagte der Konzernchef, dass es ihm gelungen sei, die „natürliche Fluktuation“ zu nutzen, um das Geschäft zu verkleinern. Die Bank arbeite daran, die sozialen Kosten des Stellenabbaus abzufedern.

Die UBS hat angekündigt, in ihren Märkten rund 3.000 Stellen abbauen zu wollen. Auch in Asien streicht die UBS hunderte Stellen im Wealth Management.

In den vergangenen Monaten hat die Bank einige sich überschneidende Funktionen abgebaut hat, wie Bloomberg News bereits berichtete. Diese Bemühungen werden fortgesetzt. Bis November seien weitere Einschnitte zu erwarten.

bbg
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