Deutsche Bank Institut äußert sich laut Insidern Freitag zu Russland-Geschäft

Dem Vernehmen nach will sich die Deutsche Bank aus Russland zurückziehen. Jetzt hat ein Insider bekanntgegeben, dass das Geldinstitut am Freitag öffentlich über seine Geschäfte dort sprechen will.

Laut einem Insider will sich die Deutsche Bank Freitag zu ihrem Russland-Geschäft äußern. Quelle: REUTERS

Die Deutsche Bank will ihren erwarteten weitgehenden Rückzug aus Russland offenbar bald offiziell bekanntgeben. Eine dem Institut nahestehende Person sagte am Donnerstag, die Bank wolle am Freitag über die Optimierung ihres Russland-Geschäfts informieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Auf der Website der Bank war am Donnerstagabend eine mit dem Datum vom Freitag versehene Kurzfassung einer Pressemitteilung zum weitgehenden Rückzug aus Russland zu sehen. Die Pressemitteilung selbst konnte nicht geöffnet werden. Die Bank erklärte, zu dem Thema bisher keine Pressemitteilung veröffentlicht zu haben.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Bereits am Montag hatte Reuters von einem Insider erfahren, die Bank wolle sich weitgehend aus Russland zurückziehen. Deutschlands größtes Geldhaus werde das Geschäft dort "sehr wahrscheinlich" zu 90 Prozent aufgeben, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Nur das Transaction Banking, zu dem unter anderem der Zahlungsverkehr gehört, wolle die Bank weiter anbieten.

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Das Institut wird seit Monaten von einem mutmaßlichen Geldwäsche-Skandal in Russland erschüttert. Kunden stehen im Verdacht, über die Bank Rubel im Volumen von mindestens sechs Milliarden Dollar gewaschen zu haben. Die Deutsche Bank wollte sich zu möglichen Veränderungen in Russland nicht äußern.

Wie am Wochenende bekanntwurde, hat sie ihren Russland-Chef nach Frankfurt abberufen. Jörg Bongartz solle sich künftig von dort aus um Kunden in Mittel- und Osteuropa kümmern.

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