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Deutsche Bank und Commerzbank Das Duell der Fußkranken

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Börse nimmt Jobstreichungen bei Commerzbank negativ auf

Beim Deutsche-Bank-Konkurrenten Commerzbank ist der Staat auch rund acht Jahre nach seiner spektakulären Rettungsaktion immer noch als Aktionär engagiert. Es geht nicht anders, denn der Kurs ist so tief im Keller, dass ein Verkauf der Staatsaktien sofort Verluste für den Steuerzahler realisieren würde.

Immerhin hat Ex-Chef Martin Blessing für eine vollständige Rückzahlung der stillen Einlagen an den Staat gesorgt. Den Verkauf des staatlichen Aktienpakets dagegen kann die Bank nicht anstoßen. Sie kann lediglich die Voraussetzungen dafür schaffen, indem sie die Weichen für steigende Kurse stellt.

Wo die zufriedensten Bankkunden leben
Santander Quelle: REUTERS
Platz 31: Vereinigte Arabische Emirate Überaus unzufrieden scheinen auch die Bankkunden der Vereinigten Arabischen Emirate zu sein. Im Ranking belegen diese mit 66,6 Punkten, wie auch schon 2015, den vorletzten Platz. Quelle: dpa
Platz 30: MexikoFür das Ranking wurden 16.000 Kunden aus 32 Ländern befragt. Neben diesen Ergebnissen basiert der Report auf qualitativen Daten aus ausführlichen Interviews mit Bankmanagern. Mexiko liegt ebenfalls auf einem der hinteren Plätze. Quelle: REUTERS
Platz 29: JapanBei der Befragung des Vorjahres hielten die japanischen Banken die rote Laterne. 2016 sind die Kunden etwas gnädiger. Rund acht Punkte machen die Japaner gut und rücken damit auf Platz 29. Quelle: REUTERS
Platz 28: ArgentinienDrei Plätze runter geht's für die argentinischen Banken: auf Rang 28. Quelle: REUTERS
Platz 5: SchweizDie Schweizer Banken können im Jahr 2016 die amerikanischen Banken vom fünften Platz verdrängen. Mit 80 Punkten machen sie 6,3 Punkte gut. Quelle: REUTERS
Platz 4: GroßbritannienEin Zuwachs um 0,2 Punkte reicht für Großbritanniens Banken aus, um sich vor die Schweiz auf den vierten Platz zu positionieren. Quelle: REUTERS

Doch danach sieht es gerade nicht aus. Eigentlich sind groß angelegte Stellenstreichungen eine Nachricht, die von den Börsen positiv aufgenommen werden. Das mag zynisch klingen, doch aus Sicht von Investoren und Anlegern versprechen große Jobabbauprogramme sinkende Personalkosten und höhere Gewinne.

Nicht bei der Commerzbank. Dass die bei der Commerzbank laut Medienberichten wohl anstehenden tausendfachen Personalkürzungen den Kurs abstürzen lassen, ist bezeichnend. Eigentlich hatte sich der Kapitalmarkt nach dem Abgang des langjährigen Commerzbank-Chefs Blessing am Ende einer Durststrecke gewähnt. Er schien die gröbsten Aufräumarbeiten nach der Finanzkrise und der Übernahme der Dresdner Bank 2008/09 bewältigt zu haben. Sogar eine Dividende floss erstmals seit der Krise wieder.

Massiver Stellenabbau bei der Commerzbank - Dividende gestrichen

Doch Blessings Nachfolger Martin Zielke muss da weiter machen, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Die Commerzbank ist immer noch nicht aus dem Gröbsten heraus, sonst müsste sie sich jetzt nicht dem Problem konfliktträchtiger Stellenstreichungen stellen. Die werden bei einem Institut, das immer noch zu 15 Prozent dem Staat gehört, nicht ohne politische Begleitmusik ablaufen. Der neue Vorstandschef braucht ein dickes Fell und ist auf die Geduld der Anleger angewiesen. Daran hat sich bei der Commerzbank nichts geändert.

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