Deutsche Bank Zwei Jahre Bewährungsfrist für Sal. Oppenheim

Exklusiv

Die neuen Vorstandschefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, peilen für das Jahr 2013 einen Rekordgewinn an. Außerdem bekommt Sal. Oppenheim eine Bewährungsfrist bis 2014.

Deutsche-Bank-Türme Quelle: dapd

Wie die WirtschaftsWoche aus dem Umfeld der neuen Führung erfuhr, gehen deren Planungen dahin, dass die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von rund zehn Milliarden Euro erwirtschaften soll. Das Ziel hatte der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann schon für 2011 ausgegeben, wegen der Staatsschuldenkrise aber klar verfehlt.

Eine deutlich größere Rolle soll dabei die Vermögensverwaltung spielen, die derzeit umstrukturiert wird. Das künftig von dem Italiener Michele Faissola geleitete Segment soll seinen Anteil am Gesamtgewinn der Bank in den kommenden Jahren von bisher zehn auf 25 Prozent steigern, erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem Umfeld der künftigen Führungsspitze.

Unter verschärfter Beobachtung steht dabei die 2010 übernommene Kölner Privatbank Sal. Oppenheim. Die Situation dort sei schwieriger als ursprünglich gedacht, hieß es in Führungskreisen. Für die kommenden zwei Jahre werde die Marke nicht angetastet, dann soll eine Überprüfung stattfinden.

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Weniger optimistisch sind die Erwartungen im Investmentbanking. Hier kalkuliert die Deutsche Bank für die kommenden Jahre mit Eigenkapitalrenditen zwischen 15 und 20 Prozent – vor der Finanzkrise waren es noch 25 bis 30.

Verärgert über die seit Wochen andauernden Zwistigkeiten zwischen dem scheidenden Vorstandschef Josef Ackermann und seinen Nachfolgern ist die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Viele Mitarbeiter sind enttäuscht vom Verhalten der Vorstände“, sagt Beate Mensch, für Finanzdienstleistungen zuständiges Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Verdi, der WirtschaftsWoche. Durch den Streit leide das Image der Bank als Arbeitgeber, was letztlich auf Kosten ihrer Angestellten gehe.

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