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Digitalbank N26 zieht sich aus den USA zurück und schließt 500.000 Konten

Die Digitalbank N26 zieht sich aus den USA zurück. Quelle: Imago

Die deutsche Digitalbank N26 stellt ihr Geschäft in den USA ein. Bis Anfang nächsten Jahres will das Geldhaus deshalb eine halbe Million Konten schließen.

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Die deutsche Digitalbank N26, die gerade erst mit mehr als 9 Milliarden Dollar (8 Milliarden Euro) bewertet wurde, stellt ihre US-Aktivitäten ein. Sie will sich auf Europa konzentrieren, wo sie in vielen Ländern bereits zu den Marktführern gehört, statt mehr Geld in den hart umkämpfen US-Markt zu pumpen.

Die Angebote des Unternehmens werden Kunden in den USA nach dem 11. Januar nicht mehr zur Verfügung stehen, teilte N26 am Donnerstag mit. Bis zu diesem Datum werden die etwa 500.000 Konten automatisch geschlossen. Kunden sollen Anweisungen dazu erhalten, wie sie ihr Geld abheben können.

„Wir schärfen vorerst unseren strategischen Fokus auf unser Kerngeschäft in Europa“, sagte Chief Growth Officer Alexander Weber gegenüber Bloomberg. N26 will mehr Finanzdienstleistungen in der Region anbieten, etwa im Bereich der Geldanlage. Außerdem zielt die Bank auf eine Expansion in weitere osteuropäische Märkte ab.

Der Rückzug aus den USA ist ein weiterer Rückschlag für das Fintech nach der Aufgabe des britischen Geschäfts im vergangenen Jahr und Gegenwind von der Bankenaufsicht in Deutschland. Hier wurde das Unternehmen dazu verpflichtet, seine Geldwäschekontrollen zu verbessern. Wegen verspäteter Abgabe von Verdachtsmeldungen belegte die Bafin N26 im Juni dieses Jahres mit einem Bußgeld von 4,25 Millionen Euro. Der Aufseher begrenzte auch das Wachstum auf 50.000 Neukunden pro Monat, um der Bank mehr Zeit zu geben, an den Mängeln zu arbeiten.

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    Im vergangenen Monat hatte N26 900 Millionen Dollar frisches Geld eingesammelt und dadurch bewertungsmäßig mit der Marktkapitalisierung der Commerzbank AG gleichgezogen, der zweitgrößten börsennotierten deutschen Bank.

    Zuletzt hatte N26 mehr als 7 Millionen Kunden. Das Fintech wurde 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet, vor etwa zwei Jahren folgte die Expansion in die USA. Zu den Geldgebern gehören unter anderem Third Point Ventures, Tencent, Allianz, Peter Thiels Valar Ventures und Li Ka-Shings Horizons Ventures. 

    Mehr zum Thema: Mit viel Tamtam war N26 einst in den USA gestartet, jetzt stellt die Digitalbank das Geschäft ein. Der Schritt zeigt: N26 wird gehypt – und zwar völlig zu unrecht. Ein Kommentar.

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