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Ermittlungen Geldwäsche-Kontrolle zu lax

Die Danske Bank kündigte gleichzeitig an, dass Carsten Egeriis den Posten des Vorstandschefs übernehmen werde. Quelle: REUTERS

Jahrelang wurden bei der niederländischen Bank ABN Amro größere Geldtransaktionen unzureichend auf Geldwäsche überprüft. Wegen der Vorwürfe hat jetzt ein Bankchef seinen Rücktritt eingereicht.

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Der Vorstandschef der dänischen Danske Bank, Chris Vogelzang, ist zurückgetreten. Das gab der Vorstand des Kreditinstituts am Montag bekannt. Hintergrund seien Geldwäsche-Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die niederländische Bank ABN Amro. Vogelzang sei als Verdächtiger genannt worden. ABN Amro stimmte in dem Geldwäsche-Verfahren nach Angaben der niederländischen Justiz einem Vergleich zu und zahlt 480 Millionen Euro.

„Ich bin sehr überrascht von der Entscheidung der niederländischen Behörden“, sagte Vogelzang laut der Mitteilung. Sein Status als Verdächtiger bedeute nicht, dass er angeklagt werde. Er habe ABN Amro vor mehr als vier Jahren verlassen. Die Danske Bank kündigte an, dass Carsten Egeriis den Chefposten übernehmen werde.

ABN Amro wird vorgeworfen, jahrelang gegen Geldwäsche-Vorschriften verstoßen zu haben. Gegen drei ehemalige Vorstandsmitglieder der Bank werde strafrechtlich ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag in Den Haag mit. Zu den Verdächtigen gehört außer Vogelzang auch der frühere Finanzminister Gerrit Zalm. Die Ermittlungen hatten 2019 begonnen und bezogen sich auf Transaktionen in den Jahren 2014 bis 2020.

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ABN Amro hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Gesetz gegen Geldwäsche verletzt. Kunden und auch die Herkunft größerer Geldsummen seien unzureichend überprüft und kontrolliert worden. Dokumente fehlten, es habe keine Risikoanalyse gegeben. Große Transaktionen seien nicht gemeldet worden. Dadurch hätten mehrere Kunden über einen längeren Zeitraum die Dienste der Bank für Geldwäsche missbrauchen können.

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    Auch die Danske Bank war vor einigen Jahren wegen eines umfassenden Geldwäscheskandals in der estnischen Filiale der Bank in die Schlagzeilen geraten. Der Fall führte in mehreren Ländern zu Rücktritten und polizeilichen Ermittlungen.

    Mehr zum Thema: Vor dem Wirecard-Untersuchungsausschuss müssen an diesem Donnerstag zwei ehemalige Geheimdienstkoordinatoren der Bundesregierung aussagen. Es geht um Kontakte zum flüchtigen Ex-Vorstand Jan Marsalek und Lobby-Arbeit.

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