EZB-Hilfen Verdi kritisiert Milliarden-Rückzahlung bei Commerzbank

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Commerzbank-Chef Martin Blessing zahlt 10 Milliarden Euro an Liquiditätsspritzen aus dem als „Dicke Bertha“ bezeichnetem Hilfsprogramm der Europäischen Zentralbank zurück. Dafür erntet er aber kein Lob, sondern Kritik aus dem eigenen Unternehmen.

Wie gut ist die Nummer zwei der deutschen Bankenwelt?
Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main Quelle: dpa
 Ein Containerschiff wird im Hamburger Hafen be- und entladen Quelle: dpa
Eine Auszubildende schraubt an einem Motor Quelle: dpa
Das Logo der Dresdner Bank vor dem Gebäude der Commerzbank Quelle: dpa
Anshu Jain, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank Quelle: dpa
Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG zu Beginn der Hauptversammlung des Unternehmens Quelle: dpa
Der Kurswert der Commerzbank-Aktie am 9. Januar 2009 Quelle: AP

"Die Commerzbank sollte das Geld in sichere Anlagen stecken oder in den Ausbau ihres Kundengeschäfts investieren, statt die Mittel vorzeitig an die EZB zurück zu geben“, sagt Commerzbank-Aufsichtsrat Mark Roach von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Dann könne der geplante Personalabbau wesentlich geringer ausfallen.

Das angekündigte Sparprogramm, dem bis zu 6000 Stellen bei Deutschlands zweitgrößter Bank zum Opfer fallen dürften, ist nach Ansicht von Roach nicht nötig. Die Rückzahlung der EZB-Hilfen zeigt aus seiner Sicht: „Die Commerzbank ist kein notleidendes Institut, dass unbedingt Mitarbeiter streichen müsste.“

Rund 500 Jobs sollen bei der ehemaligen Eurohypo wegfallen, das Privatkundengeschäft könnte sogar um bis zu 3400 Stellen schrumpfen. Einen Kahlschlag in den Schalterhallen hält die Gewerkschaft jedoch für kontraproduktiv. „Die Filialmitarbeiter haben eine Trendwende im kriselnden Privatkundenbereich herbeigeführt, das Neugeschäft mit Baufinanzierungen verdoppelt und hohe Beträge an Kundeneinlagen vereinnahmt“, sagt Aufsichtsrat Roach.

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