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Finanzdienstleister Neuer „FT“-Bericht lässt Wirecard weiter einbrechen

Wirecard: Medienbericht lässt die Aktie einbrechen Quelle: REUTERS

Schwarzer Freitag für Wirecard: Ein kritischer Zeitungsbericht hat die Aktien des Finanzdienstleisters das zweite Mal innerhalb weniger Tage zum Absturz gebracht. Wirecard weist die Anschuldigungen zurück.

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Ein unliebsames Deja-vu haben am Freitag die Aktionäre von Wirecard erlebt. Nur zwei Tage nach einem kritischen Bericht der „Financial Times“, der den Aktienkurs des Zahlungsabwicklers hatte einbrechen lassen, veröffentlichte die Wirtschaftszeitung einen weiteren Beitrag mit Vorwürfen gegen das Unternehmen.

Wirecard-Aktien brachen daraufhin am Freitag erneut ein und fielen mit einem Verlust von zuletzt fast 20 Prozent auf 116 Euro sogar noch unter den Tiefstkurs vom Mittwoch. Der Kurs sank auf den niedrigsten Stand seit April vergangenen Jahres.

Dem Bericht vom Freitag zufolge soll eine von Wirecard beauftragte Anwaltskanzlei ein Fehlverhalten des Unternehmens festgestellt haben. Die Zeitung beruft sich auf einen vorläufigen Bericht der Anwälte, in den sie Einsicht gehabt habe.

Eine Sprecherin von Wirecard nannte die neuerlichen Anschuldigungen falsch und irreführend und die Berichterstattung der „Financial Times“ verleumderisch.

Ein Händler bezeichnete das Vorgehen der Zeitung als „ausgesprochen unseriös“. Es habe den Anschein, als solle gezielt gegen den Aktienkurs des Unternehmens spekuliert werden. Ein weiterer Händler war der Ansicht, dass eine Feststellung möglicher unseriöser Praktiken von Wirecard durch externe Anwälte den Anschuldigungen möglicherweise größeres Gewicht verleihe. Dies könne den massiven Kurseinbruch an der Börse erklären.

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