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Gewinnsprung erwartet Commerzbank erholt sich weiter

Zuletzt lief es gut bei der Commerzbank. Ob der Trend anhält, werden die Quartalsergebnisse am Donnerstag zeigen.

Für die Commerzbank geht es weiter aufwärts. Quelle: dpa

Die Commerzbank bleibt nach Einschätzung von Analysten im Aufwind. Dank einer niedrigeren Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite und einer Belebung im Handelsgeschäft rechnen Experten für das dritte Quartal mit einem deutlichen Gewinnplus. Deutschlands zweitgrößte Bank dürfte so auch die Folgen der historisch niedrigen Zinsen kompensiert haben. Zudem fielen keine neuen Verluste bei der Trennung von Altlasten an. Der Dax-Konzern legt an diesem Donnerstag seinen Bericht für den Zeitraum Juli bis Ende September 2014 vor.

Analysten rechnen nach von der Bank selbst veröffentlichten Schätzungen für das dritte Quartal unter dem Strich im Schnitt mit 194 Millionen Euro Überschuss. Das wäre mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (77 Millionen Euro).

Operativ dürfte das Institut 301 Millionen Euro verdient haben - fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Vor allem im lange schwachen Privatkundengeschäft erwarten die Experten kräftiges Wachstum, während die konzerneigene Abbausparte ihre Verluste reduziert haben dürfte. Dagegen rechnen Analysten im Mittelstandsgeschäft auch wegen des zunehmenden Wettbewerbs mit einen Gewinnrückgang.

Schon nach dem - letztlich relativ locker - bestandenen Krisentest der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Konzernchef Martin Blessing erklärt: „Das gute Ergebnis der umfassenden Prüfung durch die EZB ist ein Beleg für den erfolgreichen Umbau der Commerzbank in den vergangenen Jahren und die Stärke unseres kundenorientierten Geschäftsmodells.“ Die strategische Ausrichtung stimme, der Umbau der Bank verlaufe nach Plan.

Analysten und Aufseher warnen allerdings, die Banken sollten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Auf absehbare Zeit niedrige Zinsen, hoher Wettbewerbsdruck und erste Bremsspuren für die deutsche Konjunktur - angesichts dieser Gemengelage sieht mancher Experte bereits wieder dunklere Wolken über der Commerzbank aufziehen.

Analyst Andreas Pläsier von Warburg Research mahnt die Bank, ihre Kapitalpuffer weiter zu stärken. Eine harte Kernkapitalquote von 9,4 Prozent unter Einbeziehung aller derzeit bekannten neuen Regeln sei nicht eben üppig. Langfristig will die Commerzbank selbst auf eine Quote von über 10 Prozent kommen.

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