Großbank Credit Suisse verkauft Verbriefungs-Geschäft an Apollo

Die Credit Suisse befindet sich in einem tiefgreifenden Konzernumbau. Quelle: REUTERS

Die Schweizer Großbank verkauft einen Großteil ihres Geschäfts mit Kreditverbriefungen an Apollo. Die Transaktion dürfte voraussichtlich bis Mitte 2023 abgeschlossen werden.

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Die krisengeplagte Credit Suisse hat bei der geplanten Straffung ihrer Investmentbank-Sparte eine wichtige Hürde genommen. Die Schweizer Großbank unterschrieb die definitive Vereinbarung zum Verkauf eines großen Teil ihres Geschäfts mit Kreditverbriefungen (Securitized Products Group) an den US-Finanzinvestor Apollo Global Management, wie Credit Suisse am Dienstag mitteilte. Das Institut hatte die Transaktion, die auch weitere Finanzierungsgeschäfte umfasst, Ende Oktober bereits angekündigt.

Einen Verkaufspreis nannte die Bank nicht. Analysten rechnen aber mit einem Wert im Milliardenbereich. Vontobel-Experte Andreas Venditti erklärte, für eine Bewertung der Transaktionen fehlten wichtige finanzielle Einzelheiten. Einige Details seien offenbar noch nicht endgültig geklärt. Er wies auch darauf hin, dass ein Teil der Risiken in der Bilanz der Credit Suisse bleibe.

Die Zürcher Bank will im Rahmen eines Strategieschwenks aus weiten Teilen des riskanten und kapitalintensiven Investmentbankings aussteigen und vor allem auf das Geschäft mit reichen Privatkunden im Ausland sowie auf Privat- und Firmenkunden in der Schweiz setzen. Der Verkauf des Verbriefungsgeschäfts an Apollo dürfte in der ersten Hälfte 2023 abgeschlossen werden.

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Weitere Bereiche sollen an Drittinvestoren gehen, sodass die Vermögenswerte des Geschäfts bis Mitte 2023 auf rund 20 Milliarden Dollar von zuletzt 75 Milliarden Dollar schrumpfen. Die verbleibenden Vermögenswerte werden von Apollo der Vereinbarung zufolge fünf Jahre lang verwaltet. Credit Suisse erwartet, dass Apollo den Großteil der Mitarbeiter übernimmt. Investoren und Stimmrechtsberater setzen ein Fragezeichen hinter die Rolle, die Verwaltungsrätin Blythe Masters bei der Transaktion spielt. Masters ist seit 2021 Beraterin bei Apollo und Mitgründerin einer Anlagefirma, an der Apollo beteiligt ist. Credit Suisse erklärte, die Bank haben Vorkehrungen zur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten getroffen.

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