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Großrazzia Credit Suisse: Verdacht auf Insiderhandel

Exklusiv

Gegen Mitarbeiter der Großbank Credit Suisse wird ermittelt.

Das Logo der Bank Credit Suisse Quelle: REUTERS

Von der Großrazzia, bei der die Staatsanwaltschaft Stuttgart am 25. Februar deutschlandweit Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen ließ, war auch die Deutschland-Zentrale der Credit Suisse in Frankfurt betroffen. Gegen einen Mitarbeiter der Schweizer Großbank wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, geht es dabei um die Übernahme des Solarmaschinenbauers Roth & Rau durch den Schweizer Konzern Meyer Burger im Jahr 2011. Credit Suisse hatte Roth & Rau damals beraten. Der beschuldigte Mitarbeiter der Credit Suisse betreute vermögende Privatkunden. Die Bank stellte ihn am Tag nach der Durchsuchung frei. Credit Suisse wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern.

Die Staatsanwaltschaft wirft insgesamt 23 Beschuldigten vor, Insiderwissen über die bevorstehende Übernahme zu Geld gemacht zu haben. Noch bevor Meyer Burger 2011 den Roth-&-Rau-Aktionären 22 Euro je Aktie geboten hatte, war der Kurs von Roth & Rau um über 50 Prozent gestiegen. Angeblich hatten die Insider vor allem über Derivate investiert.

Betroffen von der Razzia waren auch der frühere Vorstand einer Investmentboutique, ein Frankfurter Restaurantbesitzer und eine Frankfurter Wertpapierhandelsbank. Insgesamt durchsuchten 150 Polizisten, 20 BaFin-Beamte und acht Staatsanwälte rund 50 Wohnungen und Büros, den Großteil davon in Frankfurt, aber auch sechs Objekte in der Schweiz. Die Beschuldigten kennen sich laut Staatsanwaltschaft aus dem Beruf und durch gemeinsame Hobbys. Einige von ihnen seien bereits 2008 in einem anderen Verfahren aufgefallen.

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