Halbjahreszahlen Sparkassen mit erstem Einlagenminus in zehn Jahren

Auch einkommensstarke Haushalte würden weniger sparen als bisher, sagt der OSV. Quelle: dpa

Viele Kunden könnten angesichts der hohen Inflation nicht mehr so viel sparen wie zuvor, beobachtet der Sparkassenverband. Die ersten Institute zahlen ihren Kunden wieder Zinsen.

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Erstmals seit rund zehn Jahren sind bei den Sparkassen im Osten Deutschlands die Einlagenbestände abgeschmolzen. Zugleich haben die ersten begonnen, wieder höhere Zinsen zu zahlen. 

Die Einlagen verringerten sich zum 30. Juni auf 126,5 Milliarden Euro, wie der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) am Donnerstag bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen bekanntgab. Das ist ein Rückgang von 1,2 Milliarden Euro gegenüber Ende Dezember. Mitglieder des Verbands sind die 43 öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Viele Kunden würden sich derzeit wegen der starken Preissteigerungen Sorgen machen, sagte OSV-Präsident Ludger Weskamp. „Wir gehen darum davon aus, dass künftig mehr Haushalte als bisher nicht mehr sparen können, und die einkommensstarken Haushalte, die weiter sparen können, weniger sparen als bisher“, erklärte er weiter.

In den vergangenen Jahren waren bei vielen Banken die Einlagen angeschwollen, obwohl die Institute kaum noch Zinsen zahlten. Grund dafür war die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Angesichts der hohen Inflation hatte die EZB die Zinsen zuletzt aber angehoben. 

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Erste Sparkassen beginnen laut OSV nun langsam damit, wieder mehr Zinsen für Festanlagen anzubieten – etwa die Sparkasse Döbeln, bei der es nun 1,05 Prozent auf fünf Jahre gebe, und die Sparkasse Spree-Neiße mit zwei Prozent auf zehn Jahre. 

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