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Hamburger Privatbank M.M.-Warburg-Partner Schellenberg verlässt Edelbank schon wieder

Jeder Eingang ist auch ein Ausgang: Der Banker Matthias Schellenberg war erst vor wenigen Monaten zur Edelbank M.M. Warburg gewechselt, jetzt geht er schon wieder. Quelle: dpa

Gewichtiger Abgang bei M.M. Warburg: Matthias Schellenberg, Partner der Hamburger Edelbank, verlässt das Institut schon wieder. Er war erst im Dezember 2020 zu dem Geldhaus gewechselt. 

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Bei der Hamburger Edelbank M.M. Warburg gibt es erneut personelle Turbulenzen: Matthias Schellenberg, Partner des Geldhauses, verlässt das Institut nach WirtschaftsWoche-Informationen aus Finanzkreisen schon wieder. Schellenberg war erst im Dezember 2020 zu dem Institut gestoßen, Warburg hatte sich damals „sehr erfreut“ über die „Verstärkung“ und den „ausgewiesenen Fachmann“ gezeigt. Schellenberg übernahm bei der Bank die Bereiche Märkte, institutionelles Bankgeschäft und Unternehmensfinanzierung. Ein Warburg-Sprecher bestätigte die Informationen und erklärte: "Matthias Schellenberg (56) hat die Bank in bestem Einvernehmen verlassen und ist mit Wirkung zum 10. Juni 2021 aus dem Vorstand und dem Partnerkreis ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Matthias Schellenberg für seine Tätigkeit und wünscht ihm für seine weitere berufliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg".

Vor seinem Wechsel zu Warburg war Schellenberg unter anderem Chef der Privatbank Merck Finck und Vorstand der deutschen Tochter der Großbank UBS. Seit dem späten Nachmittag ist auch Schellenbergs Nachfolgerin bekannt: Manuela Better war zuletzt bis vor gut einem Jahr Risikochefin bei der zur Sparkassengruppe gehörenden Dekabank. Dort verantwortete sie auch die Bereiche Recht und Compliance. Davor führte sie unter anderem den in der Finanzkrise verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) und die Deutschen Pfandbrief AG.

Die Privatbank Warburg sorgt seit Jahren für Schlagzeilen, weil das Geldhaus tief in den Cum-Ex-Steuerskandal verstrickt ist. Sie streitet alle Vorwürfe ab, sich bei den Cum-Ex-Deals falsch verhalten zu haben. 


Dieser Text wurde am frühen Nachmittag um die Bestätigung von Warburg ergänzt. 

Mehr zum Thema: Die Eigner der Hamburger Privatbank M.M. Warburg prüfen den Verkauf mehrerer ihrer Immobilienunternehmen. Die Erlöse sollen die Bank gegen mögliche Forderungen wegen umstrittener Cum-Ex-Geschäfte absichern.

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