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Jährlicher Belastungstest Deutsche Bank besteht ersten Teil von US-Stresstest

Die Deutsche Bank könnte immer noch auch ein viertes Mal durch den US-Stresstest fallen. Quelle: REUTERS

Drei Mal ist die Deutsche Bank beim Stresstest der US-Notenbank Fed bereits durchgefallen. In diesem Jahr kommt sie zumindest durch den ersten Teil der Prüfung. Das Ergebnis steht allerdings noch unter Vorbehalt.

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Die Deutsche Bank hat in den USA den ersten Teil des jährlichen Belastungstests der großen Geldinstitute bestanden. Wie die Notenbank Federal Reserve mitteilte, erfüllte die Tochtergesellschaft DB USA die Kapitalvorschriften der Aufseher. Auch die US-Töchter der beiden Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS bestanden die Prüfung. Den zweiten Teil des Tests will die Fed kommenden Donnerstag veröffentlichen. Ihm mussten sich nur ausländische Banken unterziehen. Er gilt als die größere Hürde. Im vergangenen Jahr war die Deutsche Bank als einziges getestetes Institut durchgefallen.

Das größte heimische Geldhaus erklärte am Freitag, dass nach dem Urteil der Fed die prognostizierte harte Kernkapitalquote (CET1) der DB USA selbst in einem sehr negativen Szenario über neun Quartale hinweg nicht unter 14,8 Prozent fallen würde. Damit würde der von den Aufsichtsbehörden geforderte Mindestwert von 4,5 Prozent erheblich übertroffen. Die Verschuldungsquote (Tier 1 Leverage Ratio) würde demnach nicht unter 6,9 Prozent sinken (Mindestwert vier Prozent). Auch für alle anderen Kapitalquoten seien die Mindestwerte übertroffen worden.

Führende Manager des Instituts rechneten mit Auflagen für die US-Investmentbank-Tochter, selbst wenn diese die Belastungsprobe bestehen sollte. Die Manager gingen davon aus, dass die Fed es den Investmentbankern weiterhin verbieten werde, der deutschen Konzernmutter Geld ohne vorherige Genehmigung zu überweisen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Zudem erwarteten sie, dass die Fed die US-Tochter der Deutschen Bank dazu anhalten werde, ihr System zur Überprüfung von Geschäften und Risiken weiter zu verbessern.

Den Insidern zufolge hofft die Bankführung, dass bisherige Verbesserungen im Risiko-Management und bei der Kapitalplanung es ermöglichten, dass die Deutsche Bank den Stresstest dieses Mal unter Vorbehalt besteht. Die Zuversicht des Bank-Managements sei nach Gesprächen mit Vertretern der Fed in den zurückliegenden Monaten gewachsen. Die Notenbank habe allerdings noch nicht abschließend entschieden. Deshalb sei es weiterhin möglich, dass die Deutsche Bank ein viertes Mal nach 2015, 2016 und dem vergangenen Jahr durchfallen könnte.

Bei dem Test wurde simuliert, wie sich ein extremer Wirtschaftsabschwung samt massivem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf die Kapitalpolster der Banken auswirken würde und auf ihre Fähigkeit, Unternehmen und Haushalten Geld zu leihen. Solche Simulationen werden seit der Finanzkrise 2008/09 regelmäßig von den Aufsehern in vielen Ländern durchgespielt – in Deutschland und Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Deutsche Bank gehört zur Gruppe von Instituten, die von den Aufsehern wegen ihrer Größe, ihrer Vernetzung innerhalb des Finanzsystems und wegen ihrer Geschäfte besonders kritisch unter die Lupe genommen werden. Während bei dem US-Test die ausländischen Banken die volle Prüfung absolvieren mussten, hat die Fed die heimischen Häuser in diesem Jahr erstmals vom qualitativen Teil des Tests befreit: Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan und die Bank of America wurden damit weniger hart angepackt als die Konkurrenz.

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