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Konten von US-Bürgern Credit Suisse legt Kundendaten offen

Das strenge Bankgeheimnis der Schweiz bröckelt: Laut eines Zeitungsberichts hat die Regierung die Großbank Credit Suisse aufgefordert, die Daten von rund 130 Kunden aus den USA preiszugeben - und das Institut gehorcht.

Die Credit Suisse muss Kundendaten von US-Bürgern offenlegen. Quelle: Reuters

ZürichDie Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) gibt nach Zeitungsangaben die Daten von rund 130 US-Kunden mit geheimen Konten in der Schweiz preis. Die Bank teilte mit, sie komme einer Aufforderung der Schweizer Regierung nach. Die von der „SonntagsZeitung“ genannte Zahl von rund 130 Datensätzen bestätigte die Bank nicht.

Auslöser der Aktion war ein Amtshilfegesuch der US-Steuerbehörde IRS. Diese verlangte Dokumente und Daten von Kunden mit Vermögen in speziellen Schweizer Finanzvehikeln. „Im Rahmen dieses Verfahrens hat die Eidgenössische Steuerverwaltung die Credit Suisse AG angewiesen, ihr Daten zu übermitteln“, so die Bank. US-Behörden verdächtigen Schweizer Banken seit längerem, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

Zahlreiche Schweizer Banker und ihre Kunden wurden bereits angeklagt. Gegen rund elf Institute läuft inzwischen eine strafrechtliche Untersuchung. Dazu gehören neben Credit Suisse auch HSBC, der Vermögensverwalter Julius Bär, die Privatbank Wegelin sowie die Basler Kantonalbank.

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