Konzern-Umbau Fusion von Deutscher und Postbank kostet Tausende Jobs

Die Deutsche Bank in Frankfurt. Quelle: REUTERS

Schlechte Nachrichten für die Angestellten von Deutscher Bank und Postbank. Die Fusion der Bankhäuser soll einem Medienbericht zufolge mehrere tausend Stellen kosten.

Die Fusion von Deutscher Bank und Postbank soll einem Medienbericht zufolge mehrere tausend Stellen kosten. In den kommenden vier Jahren sollten jeweils 1500 Mitarbeiter über freiwillige Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation das Unternehmen verlassen, berichtete die "Welt am Sonntag" vorab. Damit würde sich die Zahl der Beschäftigten im Privat- und Firmenkundengeschäft der beiden Häuser von derzeit 30.000 um ein Fünftel verringern. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Mitte 2021 ausgeschlossen. Eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte am Samstag noch keine Zahlen zum Personalabbau nennen. Man nenne oder kommentiere keine Zahlen, "bevor wir nicht ein mit den Sozialpartnern besprochenes und beschlossenes Konzept haben", sagte sie.

Bereits im Dezember war bekanntgeworden, dass bei der Deutschen Bank im Zuge der Integration der Postbank über Vorruhestandsregelungen und ein freiwilliges Abfindungsprogramm bis zu 1000 Stellen wegfallen sollen. Durch die Zusammenlegung der Banken werden in den kommenden Jahren viele Jobs vor allem in den beiden Zentralen in Bonn und Frankfurt überflüssig. Die Deutsche Bank will durch die Integration ab 2022 jährlich rund 900 Millionen Euro Kosten einsparen. Der Umbau wird das Geldhaus rund 1,9 Milliarden Euro kosten. Mit den Gewerkschaften hatte sich die Bank im Herbst auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen geeinigt. Durch die Integration der Postbank in die Deutsche Bank entsteht ein neuer Riese im Privat- und Firmenkundengeschäft mit rund 20 Millionen Kunden und einem Kundenvermögen von 325 Milliarden Euro.

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