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Landesbank Hessen-Thüringen Zinstief drückt Helaba-Gewinn

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat wegen der niedrigen Zinsen in den ersten neun Monaten erwartungsgemäß weniger verdient. Grund dafür ist die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Wegen der Niedrigzinspolitik der EZB muss die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sinkende Gewinne in Kauf nehmen. Quelle: dpa

Das anhaltende Zinstief schrumpft den Gewinn der Landesbank Hessen-Thüringen. Per Ende September 2017 lagen sowohl der Vorsteuergewinn als auch der Überschuss unter den vergleichsweise starken Werten der ersten neun Monate des Vorjahres, wie Deutschlands viertgrößte Landesbank in Frankfurt mitteilte.

Das Ergebnis lag vor Steuern per Ende September bei 381 Millionen Euro - 8,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 417 Millionen Euro. Das Zinsergebnis, normalerweise die Ertragsstütze der Bank, sackte wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) um annähernd 100 Millionen Euro von 913 auf 815 Millionen Euro ab. Der Zinsüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund elf Prozent zurück.

Auf der anderen Seite profitierte die Helaba von einem fast verdreifachten Handelsergebnis und einer auf 19 (140) Millionen Euro drastisch verringerten Vorsorge für mögliche Kreditausfälle.

„Die Zahlen aus den ersten drei Quartalen bestätigen unsere Prognose für 2017, wonach wir auf Jahressicht mit einem Ergebnisrückgang rechnen“, sagte Vorstandschef Herbert Hans Grüntker. Die Rahmenbedingungen für das Geschäft seien „unverändert anspruchsvoll“, erklärte Grüntker mit Verweis auf das Zinsumfeld und steigende regulatorische Anforderungen an Banken.

Im Gesamtjahr 2016 hatte das Institut, das Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut, vor Steuern 549 Millionen Euro und nach Steuern 340 Millionen Euro verdient.

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