Landesbank NordLB Eigentümer stärken Kapitalpolster der NordLB

Norddeutschlands größte Landesbank NordLB will im laufenden Jahr den 2014 erzielten Vorsteuergewinn trotz der Belastungen aus der Schifffahrtskrise übertreffen. Die Eigentümer stärken ihr den Rücken.

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Norddeutsche Landesbank (NordLB). Die Bank will trotz der Belastungen aus der Schifffahrtskrise 2015 den Vorsteuergewinn des Vorjahres übertreffen. Quelle: dpa

Trotz der Belastungen aus der Schifffahrtskrise will die Landesbank NordLB 2015 den Vorsteuergewinn des Vorjahres übertreffen. Die Belastungen werden auch 2015 „auf einem hohen Niveau bleiben“, sollen aber mit Hilfe der übrigen Geschäftsfelder mehr als ausgeglichen werden, wie Vorstandschef Gunter Dunkel am Dienstag in Hannover sagte. Für das erste Quartal werde das Institut ein „gutes Ergebnis“ ausweisen. „Wir sind gut ins neue Jahr gestartet“, betonte Dunkel.

Beim Gewinn vor Steuern stehen für 2014 rund 276 Millionen Euro in den Büchern - das ist nach 140 Millionen Euro im Jahr zuvor nahezu eine Verdoppelung. Die Eckzahlen für 2014 waren bereits Ende März vorgelegt worden. Unter dem Strich verdiente die NordLB im vergangenen Jahr 205 Millionen Euro - nach 224 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damals hatte aber ein steuerlicher Sondereffekt für ein einmaliges Plus gesorgt.

2014 konnte das Institut das Risikopolster für Kreditausfälle im Vergleich zum Vorjahr um rund 111 Millionen Euro senken. Damit lag der Vorsorgepuffer noch bei 735 Millionen Euro, wovon der Löwenanteil auf das Kreditgeschäft für Frachter, Tanker oder Containerriesen entfiel. Die globale Krise des Segments werde die Geschäftsergebnisse der Schiffsfinanzierung weiter belasten. Das Neugeschäft sei zugleich ausgeweitet worden: „Auslaufendes Altgeschäft wird durch neues, attraktives Geschäft ersetzt“, sagte Dunkel.

Derweil stärken die Eigentümer der NordLB den Rücken. Die Träger des Instituts - die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die dortigen Sparkassen und die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern - hätten sich entschlossen, ihnen eigentlich zustehende Gewinnausschüttungen von 200 Millionen Euro in der Bank zu belassen, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel am Dienstag in Hannover. Deutschlands drittgrößter Landesbank kam zuletzt auf eine harte Kernkapitalquote von 10,7 Prozent.

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Die NordLB hat auf Druck der EU-Kommission in den vergangenen beiden Jahren keine Dividenden an ihre Eigentümer ausgeschüttet, sondern das Geld auf ein Sonderkonto zurückgelegt. Nun zahlt sie 130 Millionen Euro als Dividende und stärkt mit dem Rest ihre Kapitaldecke. Zudem will die Bank im zweiten Quartal eine sogenannte "Additional-Tier-1-Anleihe" mit einem Volumen von 500 Millionen Dollar auflegen, sagte Kapitalmarktvorstand Hinrich Holm. Wenn die Kernkapitalquote der Bank unter eine bestimmte Schwelle sinkt, wir dieser Bond so stark abgeschrieben, bis die Quote wieder darüber liegt. Die Bank werde noch am Dienstag beginnen, die Anleihe bei Investoren vorzustellen, sagte Holm.

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