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Milliarden-Kosten US-Strafen ziehen Banken in den Keller

Die Behörden machen im Jahr 2014 ernst und fordern von Banken bei Vergehen wie Beihilfe zur Steuerhinterziehung satte Strafen. Den Instituten geht es nun also an den Kragen – was sich auch in ihren Bilanzen niederschlägt.

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Sie trifft die Strafe für Vergehen aus den Jahren 2005 bis 2007 empfindlich: Die Bank of America muss für zweifelhafte Geschäfte mit Hypothekenkrediten bluten. Quelle: dapd

Frankfurt Strafzahlungen drücken die Gewinne der Banken in Europa und den USA empfindlich. Insgesamt knapp 19 Milliarden Euro Strafen brummten die Behörden nach einer EY-Analyse den jeweils zehn nach Bilanzsumme größten Banken auf beiden Seiten des Atlantiks im ersten Halbjahr 2014 auf. Dabei ging es um Verstöße gegen Börsenregularien oder staatliche Wirtschaftssanktionen, um Goldpreismanipulationen oder umstrittene Hypothekengeschäfte.

„Insbesondere die US-Behörden legen zurzeit eine härtere Gangart ein und verhängen zum Teil drakonische Strafen“, erklärte der Bankenexperte des Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young), Dirk Müller-Tronnier, am Donnerstag in einer Mitteilung.

So musste die Bank of America wegen strittiger Hypothekengeschäfte aus den Jahren 2005 bis 2007 umgerechnet 6,9 Milliarden Euro zahlen. Der BNP Paribas brummten US-Behörden Geldstrafen über umgerechnet fast 6,6 Milliarden Euro auf, weil die französische Großbank nach ihrer Einschätzung bei Geschäften mit dem Iran, Kuba und dem Sudan amerikanische Handelssanktionen verletzt hatte.

Zudem machte den Banken in den ersten sechs Monaten des Jahres das extrem niedrige Zinsniveau zu schaffen. Die Nettogewinne der zehn größten europäischen Banken sanken nach der EY-Analyse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf insgesamt 14,7 Milliarden Euro. Die US-Konkurrenz musste Gewinneinbußen von insgesamt 32 Prozent hinnehmen, dennoch verdienten die zehn größten US-Banken zusammen mit umgerechnet 40,2 Milliarden Euro deutlich mehr.

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