Milliardenschwere Dividende US-Bürger machen mit Rettungspaket an Fannie Mae wohl bald Gewinn

Der staatlich kontrollierte US-Baufinanzierer Fannie Mae überweist erneut eine milliardenschwere Dividende an die Regierung.

Das Firmenlogo des verstaatlichten Immobilienfinanzierers Fannie Mae. Quelle: REUTERS

Nach einem erfolgreichen dritten Quartal werde man 8,6 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) ans Finanzministerium in Washington zahlen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die an den Staat ausgeschüttete Summe steige auf insgesamt 114 Milliarden Dollar. Damit ist die vor rund fünf Jahren im Chaos der Finanzkrise von den Steuerzahlern geleistete Hilfszahlung von 117,1 Milliarden Dollar an den Hypotheken-Giganten beinahe komplett kompensiert.
Fannie Mae und die Schwestergesellschaft Freddie Mac, die dank der Erholung an den US-Immobilienmärkten bislang auch kräftig Dividenden ausschüttete, sind Säulen des US-Immobilienmarkts. Sie kaufen Banken ganze Pakete an Hauskrediten ab, wodurch die privaten Institute frisches Geld erhalten und neue Kredite vergeben können. 2008 gerieten die beiden Hausfinanzierer aber in Schieflage und der Staat musste sie mit einem insgesamt mehr als 187 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket stützen.
Mit der Dividendenausschüttung können sich die Unternehmen aber nicht von der Aufsicht durch Washington befreien, weil nach geltendem Recht die Verbindlichkeiten an den Staat nicht abgezahlt werden.

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