Mobile Finanzen Mit diesen Apps wird das Smartphone zum Finanz-Genie

Auch wenn Finanz-Apps mit Download-Königen wie Facebook oder WhatsApp nicht mithalten können, bieten sie Bankkunden viel Service. In Australien revolutioniert eine Bank auf diese Weise sogar die Immobiliensuche.

Was die Finanz-Apps können
Die App der australischen Commonwealth Bank bietet dem Nutzer verschiedene Wege zur Immobiliensuche. Beispielsweise kann anhand einer Straßenkarte nach freien Immobilien gesucht werden, oder mit Hilfe der Kamera des Smartphones. Quelle: Presse
Auf einer Karte kann der Nutzer der App sehen, in welchen Straßen Häuser zu verkaufen sind (gelbe Nadel). Quelle: Presse
Wird das Haus mit der Kamera des Smartphones fixiert, zeigt die App den etwaigen Kaufpreis an. Quelle: Presse
Der Nutzer bekommt zahlreiche Informationen zur Immobilie: Zimmerzahl, letzter Verkaufspreis und andere kürzlich verkaufte Häuser in der Gegend. Quelle: Presse
Entspricht das Häuschen den Vorstellungen des Nutzers, kann er sich über die App gleich darüber informieren, wie er die Immobilie finanzieren könnte. Auch Ratschläge zum Immobilienkauf hat die App im Repertoire. Quelle: Presse
Der Wert einer Immobilie hängt auch maßgeblich an der Umgebung, in der sie steht. Die App zeigt deshalb alles wissenswerte zu dem jeweiligen Viertel an, beispielsweise den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Struktur der Haushalte. Quelle: Presse
Auch wenn es sich um eine Bank und keinen Reiseveranstalter handelt: Die Haspa nutzt die Urlaubs-App als Möglichkeit zur Kundenbindung. Quelle: Presse

Die Suche nach einer passenden Immobilie kann sehr beschwerlich sein. Zeitungen müssen durchwühlt werden, und selbst wenn ein Schildchen im Vorgarten den Suchenden über das Angebot informiert, hat der potenzielle Immobilienkäufer viel zu tun. Anbieter kontaktieren, Preis erfragen, Termin vereinbaren. Nicht zu vergessen der Termin auf der Bank, um die besten Kreditkonditionen aushandeln zu können.

Ganz anders in Australien – einer App sei Dank. Einfach die Kamera des Smartphones auf das gewünschte Haus halten, und die App zeigt den ungefähren Kaufpreis an. Bei Häusern, die nicht unmittelbar zum Verkauf stehen, wird der letzte Kaufpreis sowie das dazugehörige Verkaufsdatum angezeigt. Und nicht nur das: Gleichzeitig bekommt der Interessent Informationen über das Viertel, in dem die Immobilie steht. Wie hoch ist dort die Nachfrage, wie viele Menschen leben hier, sind es eher Familien oder Singlehaushalte, wie stark sind die Preise in den letzten Jahren gestiegen.

Der Kunde freut sich, denn die Immobiliensuche wird auf diese Weise im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Spaziergang. Beim Sonntagsbummel durch das favorisierte Stadtviertel wird einfach mit dem Smartphone auf das gewünschte Objekt gezielt. Doch auch der Bank bringt die digitale Verbindung zum Kunden große Vorteile. Denn sobald der Nutzer an einem Haus interessiert ist, kann er sich via App blitzschnell seine monatlichen Zinszahlungen berechnen lassen, die beim Kauf der Immobilie anfallen würden. Er weiß also sofort, ob sein Kontostand den Erwerb des Häuschens erlaubt – normalerweise lässt sich das nur in einem Termin mit dem Bankberater herausfinden. Gut möglich, dass die Zahl der Kreditanfragen dank diesem Service deutlich steigt – vor allem, da der Bankberater sofort via App kontaktiert und ein Termin vereinbart werden kann.

Von der Immobiliensuche per Smartphone können deutsche Hauskäufer bisher nur träumen. Hiesige Geldinstitute zeigen sich deutlich weniger experimentierfreudig als etwa australische oder asiatische Banken. "Vielen Geldinstituten in Deutschland fehlt eine mobile Strategie“, sagt Jens Quadbeck, Branchenchef Finanzen bei Google Deutschland, auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Einige hätten noch nicht einmal eine gut funktionierende mobile Seite. Dabei kämen bereits jetzt auch im Finanzbereich rund 40 Prozent aller Suchanfragen von mobilen Geräten, sprich Smartphones oder Tablets. Sogar 60 Prozent der Kunden informieren sich online, bevor sie eine Versicherung abschließen oder etwa ein Tagesgeldkonto eröffnen. Ob per Smartphone auf dem Weg zur Arbeit oder via Tablet zu Hause vor dem Fernseher – wer bei einer Bank keine funktionierende mobile Seite vorfindet, wird auch weniger gewillt sein, das entsprechende Konto zu eröffnen.

Dennoch sind die App-Stores von Apple und Android auch in der Kategorie Finanzen gut gefüllt, so das Nutzer schnell den Überblick verlieren. Doch zwischen vielen schwarzen Schafen finden sich zahlreiche Apps, die einem den finanziellen Alltag erleichtern, und das in der Regel kostenlos. Doch welche davon lohnen sich?

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