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Niedrigzinspolitik Zinstief setzt Sparkassen unter Handlungsdruck

Das Zinstief zwingt Deutschlands Sparkassen zum Drehen an der Kostenschraube. Im vergangenen Jahr konnten die 413 Sparkassen sinkende Zinsüberschüsse durch höhere Provisionsüberschüsse ausgleichen.

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Im vergangenen Jahr konnten die 413 Sparkassen sinkende Zinsüberschüsse ausgleichen. Quelle: dpa

Die Sparkassen stellen sich nach einem Gewinn von zwei Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf härtere Zeiten ein. Wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ließen sich die guten Ergebnisse in den nächsten Jahren nicht wiederholen, sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) in Frankfurt.

Die Sparkassen müssten zudem gegensteuern und Kosten senken.
Bereits im vergangenen Jahr hätten die Sparkassen 6427 freigewordene Stellen nicht wieder besetzt, sagte Fahrenschon laut Redetext.

"Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird." Beim notwendigen Personalabbau werde man die natürliche Fluktuation nutzen, und ihn sozialverträglich gestalten. Angesichts der Niedrigzinsen müssen Sparkassen laut Fahrenschon zudem darüber nachdenken, Gebühren für Bankdienstleistungen zu verlangen, die bisher umsonst sind. "Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei. Alle Marktteilnehmer müssen angesichts der falschen Zinspolitik neue Ertragsquellen erschließen."

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Darüber hinaus wollen die 409 Sparkassen das Wertpapier- und das Kreditgeschäft weiter ausbauen. Zuwächse in diesen beiden Bereichen trugen bereits 2015 dazu bei, dass die Institute den gesunkenen Zinsüberschuss, Tarifsteigerungen und höhere Belastungen durch die Bankenabgabe kompensieren konnten. Der Überschuss blieb mit zwei Milliarden Euro konstant.

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