Novo Banco Verkauf von Portugals Krisenbank vorerst gescheitert

Im Bieterpoker um Portugals Krisenbank Novo Banco werden die Karten neu gemischt. Die portugiesische Notenbank beendete am Dienstag die Verhandlungen mit dem bisherigen Favoriten - und setzt nun auf die Konkurrenz.

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Der Verkauf der portugiesischen Großbank Novo Banco an einen Investor ist im ersten Anlauf gescheitert. Wie die Zentralbank am Dienstag in Lissabon mitteilte, wurden die Verhandlungen mit einem - namentlich nicht genannten - Bewerber ergebnislos geendet.

Die Novo Banco war 2014 aus den gesunden Bereichen des zusammengebrochenen Geldhauses BES (Banco Espírito Santo) hervorgegangen. Sie wurde verstaatlicht und mit 4,9 Milliarden Euro saniert. Für den geplanten Verkauf der Bank hatte die Zentralbank drei Angebote in die nähere Wahl genommen.

Die Namen der Bewerber wurden offiziell nicht bekanntgegeben. Dabei handelte es sich nach übereinstimmenden Berichten der Fachpresse um die chinesische Versicherung Anbang, den US-Investmentfonds Apollo und die chinesische Gruppe Fosun. Laut diesen Informationen scheiterten nun die Verhandlungen mit Anbang. Die Zentralbank kündigte an, dass jetzt Gespräche mit dem - auf den zweiten Platz gesetzten - Bewerber aufgenommen werden. Dies dürfte nach Medienberichten Apollo sein.

Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hatte kürzlich versichert, dass beim Verkauf von Novo Banco die Kosten für den Steuerzahler auf ein Minimum beschränkt werden sollen.

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