Privatbank Polnisches Gesetz für Kreditkunden: Commerzbank erwartet Belastung in dreistelliger Millionenhöhe

Eine Gesetzesänderung in Polen erlaubt es Kreditnehmern, ihre Raten bis Ende 2023 acht mal auszusetzen. Das kostet die polnische Commerzbank-Tochter mBank viel Geld.

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Trotz der erwarteten Einmalbelastungen hält die Commerzbank an ihrem Jahresziel fest. Quelle: Bloomberg/Getty Images

Die Commerzbank rechnet für das dritte Quartal mit dreistelligen Millionenbelastungen bei ihrer polnischen Tochter mBank. Die mBank erwarte für das Sommerquartal negative Erträge von 210 bis 290 Millionen Euro, teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitag mit. Das operative Ergebnis der Commerzbank werde in entsprechendem Umfang belastet. Die Commerzbank will aber dennoch an ihrem Jahresziel festhalten.

Die veränderte Gesetzgebung in Polen verursache leider erhebliche Einmalbelastungen, erklärte Finanzvorständin Bettina Orlopp. „Angesichts der weiterhin guten Entwicklung unseres operativen Geschäfts rechnen wir dennoch für das Gesamtjahr nach wie vor mit einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro“, merkte sie an. Dabei werde vorausgesetzt, das sich die Konjunktur nicht noch deutlich eintrübe, etwa wegen weiterer Engpässe in der Gasversorgung.

Laut Commerzbank erlauben es neue Gesetze in Polen Kreditnehmern, bis Ende 2023 bis zu acht Mal ihre monatlichen Ratenzahlungen für laufende Hypothekenkredite auszusetzen. Die mBank erwarte, dass 60 bis 80 Prozent der Kreditnehmer davon Gebrauch machen werden. Die Commerzbank werde rechtliche Schritte prüfen.

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