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Spanische Geldhäuser Caixabank hofft nach Fusion mit Bankia auf Milliardeneffekt

Die Aufsichtsräte der spanischen Großbanken Caixabank und Bankia haben mitten in der schweren Coronakrise den Zusammenschluss beider Geldinstitute und damit eine der größten Fusionen in dem Land beschlossen. Quelle: dpa

Die spanische Caixabank wird mit der Bankia fusionieren. Und hofft nach dem beschlossenen Zusammenschluss auf positive Effekte in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr.

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Die spanische Caixabank hofft nach der beschlossenen Fusion mit Bankia auf positive Effekte in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr. Ab 2023 könnten Synergieeffekte im Umfang von jährlich bis zu 770 Millionen Euro sowie höhere Einnahmen von 290 Millionen Euro möglich sein, sagte Gonzalo Gortázar, der Aufsichtsratsvorsitzender der nach der Fusion dann größten Bank in Spanien sein wird, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem bisherigen Bankia-Chef José Ignacio Goirigolzarri am Freitag in Valencia. Der Zusammenschluss erfolgt mitten in der schweren Corona-Krise, die das spanische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als zehn Prozent einbrechen lassen dürfte.

Am Vorabend hatten die Aufsichtsräte beider Banken die seit längerem vorbereitete Fusion beider Geldhäuser beschlossen. Die wesentlich größere Caixabank aus Valencia übernimmt dabei faktisch Bankia. Die neue Bank wird wieder Caixabank heißen. Zu Fragen von Filialschließungen und dem Abbau von Arbeitsplätzen äußerten sich beide Manager zunächst nicht konkret.

Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez unterstützt die Fusion, um den Bankensektor zu stärken. Der Zusammenschluss muss noch von den Wettbewerbshütern genehmigt und bei einer außerordentlichen Hauptversammlung von den Aktionären beider Banken gebilligt werden, die im November stattfinden könne, sagte Gortázar. Spaniens Wirtschaftsministerin Nadia Calviño hat der Fusion Medienberichten zufolge bereits grundsätzlich zugestimmt.

Der Kauf soll in Aktien abgewickelt werden. Goirigolzarro sagte, Bankia werde mit 25,8 Prozent und die bisherige Caixabank mit 74,2 Prozent bewertet.

Mit einer inländischen Bilanzsumme von insgesamt knapp 564 Milliarden Euro läge die neue Bank vor der bisherigen Nummer eins, der BBVA (knapp 366 Milliarden), und vor Santander (gut 323 Milliarden). Caixabank und Bankia haben aktuell zusammen mehr als 50.000 Mitarbeiter, mehr als 6000 Filialen und etwa 20 Millionen Kunden.

Mehr zum Thema: Was sich deutsche Banken von der spanischen Konkurrenz abschauen können.

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