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Sparpakete Bei HSH Nordbank könnten einige hundert Jobs wegfallen

HSH Nordbank: Durch Sparpakete könnten hunderte Jobs wegfallen Quelle: dpa

Nach der Privatisierung steht der HSH Nordbank Insidern zufolge ein Sparprogramm inklusive Stellenabbau bevor. Die Bank lehnt einen Kommentar dazu ab.

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Der HSH Nordbank steht Insidern zufolge nach der Privatisierung ein Sparprogramm samt Jobabbau bevor. Im Zuge der Neuausrichtung unter den künftigen Eignern dürften mittelfristig mehrere hundert Arbeitsplätze wegfallen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Sache vertrauten Personen. Grund dafür seien auch die strengen Anforderungen von Aufsicht, EU und dem Haftungsverband der privaten Banken. Die HSH lehnte am Dienstag einen Kommentar ab. Insider erwarten, dass es bald ein Kostensenkungsprogramm gebe dürfte, wenn der Verkauf an Finanzinvestoren um Cerberus und J.C.Flowers für eine Milliarde Euro endgültig über die Bühne ist. „Das ist sicher, damit rechnen alle“, sagte ein Insider.

Die HSH war durch die Finanzkrise und wegen der Schiffskrise in Schieflage geraten. Hamburg und Schleswig-Holstein haben die Bank mit Garantien und Eigenkapital von rund 13 Milliarden Euro vorm Aus gerettet. Die Sanierung der Bank sorgte dann für einen kräftigen Stellenabbau. So hatte die HSH Ende 2008 noch rund 5000 Beschäftigte. Ende Juni 2018 waren es noch rund 1760 Vollzeitkräfte. Der mit dem Betriebsrat vereinbarte Stellenabbau sieht bis Mitte 2019 einen Rückgang auf unter 1600 vor. HSH-Chef Stefan Ermisch hat bereits öffentlich einen zusätzlichen Wegfall von Arbeitsplätzen als wahrscheinlich bezeichnet. Mehrere Insider signalisierten nun, dass die Zahl auf 1300 oder sogar darunter fallen könnte.

Ermisch selbst hatte jüngst in einer internen Mitarbeiterinformation angekündigt, der Einsatz von Personal- und Sachkosten solle effizienter werden. Die Bank werde künftig mit „deutlich schlankeren Strukturen“ tätig sein, um profitabler zu werden. „Unser Back-Office ist noch zu groß.“ Allein durch den Wegfall der Abbaubank und das Ende der Garantie der bisherigen Eigner Hamburg und Schleswig-Holstein fielen bestimmte Aufgaben nun weg. „Wie sich die notwendigen Änderungen in die Praxis übersetzen, arbeiten wir aktuell aus“, betonte Ermisch. Die Ergebnisse werde man nach Vollzug des HSH-Verkaufs zuerst den Gremien und dann den Beschäftigten vorstellen.

Einer der Insider sagte, ein weiteres Kostensenkungsprogramm sei im Zuge des Umbaus auch als Signal an die EU-Kommission zu verstehen - nach dem Motto: „Die Bank strengt sich echt an.“

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