Stellenstreichungen 1500 Postbank-Mitarbeiter sollen gehen

Exklusiv

Der geplante Personalabbau bei der Postbank im Zuge der Übernahme durch die Deutsche Bank wird konkreter: 2011 und 2012 dürfte das Institut insgesamt 1500 Stellen abbauen, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Kreisen der Gewerkschaft Verdi.

Ein Postbank-Finanzcenter Quelle: dapd

Die Verdi-Berechnungen basieren auf den bisher genannten Einsparungszielen von Postbank und Deutscher Bank. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen sind die Einsparungen bereits Grundlage der Jahresplanung 2012.

Möglicherweise müssen auch die unabhängigen Finanzberater des 2005 übernommenen Baufinanzierers BHW die Postbank verlassen. Die Finanzberatereinheit könnte verkauft oder sogar geschlossen werden.

Zudem dürfte die Deutsche Bank den mit neun Mitgliedern zu großen Vorstand der Postbank verkleinern. Eine erste Stelle könnte im Sommer 2012 wegfallen, wenn der Vertrag von Postbankchef Stefan Jütte ausläuft. Möglicher Nachfolger ist Deutsche-Bank-Manager Frank Strauß, der im Sommer zur Postbank gewechselt ist. Umgekehrt will die Deutsche Bank aber auch in die neue Tochter investieren. So sollen die 2000 Filialen der Postbank modernisiert werden.

Dabei soll der „Bankcharakter“ in den Vordergrund treten, heißt es in den Planungen. Postdienstleistungen sollen eher nebenbei und schneller abgewickelt werden. Denkbar sind dazu etwa neue „Expressschalter“. Um den Plan umzusetzen, könnte die Deutsche Bank in den kommenden Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.

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