Streit um Fusion mit Nyse Deutsche-Börse-Vorstand billigt Zugeständnisse an EU

Laut eines Insiders soll der Vorstand der Deutschen Börse im Streit mit der EU um ihre Fusion mit der Nyse Euronext, Pläne für Zugeständnisse gebilligt haben, mit denen die Brüsseler Bedenken zerstreut werden sollen.

Eine US-Flagge vor einer Dax-Tafel. Quelle: Reuters

FrankfurtWie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, informierte Vorstandschef Reto Francioni am Montag den Aufsichtsrat über die Pläne. Details sind noch unklar. Es könnte dabei um die Derivate-Operationen der Eurex und ihres Clearing-Hauses Eurex Clearing gehen.

Die Deutsche Börse und die Nyse Euronext haben bis zum 17. November Zeit, der EU-Kommission Vorschläge für Zugeständnisse in dem Verfahren zu unterbreiten.

Bislang wehrte sich die Deutsche Börse gegen die Haltung der EU, die das Gewicht der beiden Fusionspartner im Handel mit Derivaten und damit den ganzen Zusammenschluss kritisch sieht. Sie klammert dabei aber die außerbörslichen Märkte aus. „Der eigentliche Wettbewerb findet nicht zwischen den einzelnen Börsen statt, sondern zwischen den Börsen und den OTC-Märkten“, betonte Francioni auf dem Bankenkongress „Euro Finance Week“ am Montag in Frankfurt.

Die kaum regulierten Märkte abseits der Börsen vereinigten 85 Prozent des Derivate-Handels auf sich. Der Streit mit der EU um die Derivate-Märkte gilt als die größte Hürde vor dem transatlantischen Zusammenschluss.

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