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Streit um Personalie Großinvestor: Vetter als Commerzbank-Aufsichtsratschef wäre „Armutszeugnis“

Hansjörg Vetter hat die LBBW saniert, nachdem sie in der Finanzkrise 2008 wegen hochriskanter Kreditgeschäfte ins Schlingern geraten war. Quelle: dpa

Die mögliche Ernennung von Hans-Jörg Vetter als Aufsichtsratschef der Commerzbank sorgt bereits jetzt für Ärger. Ein Großinvestor kritisiert die Personalie, bevor sie beschlossen ist.

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Die mögliche Ernennung von Hans-Jörg Vetter als Aufsichtsratschef der Commerzbank sorgt bereits jetzt für Ärger. „Es wäre ein Armutszeugnis, wenn er den Posten übernähme“, sagte ein Commerzbank-Großinvestor der WirtschaftsWoche. „Er hat zu wenig Erfahrung am Kapitalmarkt, allein dadurch disqualifiziert er sich bereits“.

Vetter amtierte bis 2016 als Chef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Zuvor hatte er unter anderem für die Landesbank Berlin gearbeitet. Keines der beiden Institute ist wie die Commerzbank an der Börse notiert. Der Aufsichtsrat der Commerzbank wird in der kommenden Woche über die Personalie entscheiden.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Donnerstagabend berichtet, dass Vetter der Favorit für den Posten sei.

Der Hintergrund ist, dass kürzlich der bisherige Chefkontrolleur Stefan Schmittmann ebenso wie der noch amtierende Commerzbank-Chef Martin Zielke ihren Rücktritt angekündigt hatten. Die Manager hatten die Krise des Geldhauses dadurch weiter vertieft.

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