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Studie Banken nehmen das Geschäft im Internet nicht ernst

Exklusiv
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Viel Nachholbedarf

Was die Finanz-Apps können
Die App der australischen Commonwealth Bank bietet dem Nutzer verschiedene Wege zur Immobiliensuche. Beispielsweise kann anhand einer Straßenkarte nach freien Immobilien gesucht werden, oder mit Hilfe der Kamera des Smartphones. Quelle: Presse
Auf einer Karte kann der Nutzer der App sehen, in welchen Straßen Häuser zu verkaufen sind (gelbe Nadel). Quelle: Presse
Wird das Haus mit der Kamera des Smartphones fixiert, zeigt die App den etwaigen Kaufpreis an. Quelle: Presse
Der Nutzer bekommt zahlreiche Informationen zur Immobilie: Zimmerzahl, letzter Verkaufspreis und andere kürzlich verkaufte Häuser in der Gegend. Quelle: Presse
Entspricht das Häuschen den Vorstellungen des Nutzers, kann er sich über die App gleich darüber informieren, wie er die Immobilie finanzieren könnte. Auch Ratschläge zum Immobilienkauf hat die App im Repertoire. Quelle: Presse
Der Wert einer Immobilie hängt auch maßgeblich an der Umgebung, in der sie steht. Die App zeigt deshalb alles wissenswerte zu dem jeweiligen Viertel an, beispielsweise den durchschnittlichen Verkaufspreis und die Struktur der Haushalte. Quelle: Presse
Auch wenn es sich um eine Bank und keinen Reiseveranstalter handelt: Die Haspa nutzt die Urlaubs-App als Möglichkeit zur Kundenbindung. Quelle: Presse

Doch genau da haben viele Finanzdienstleister Aufholbedarf. Die Produktdarstellungen sind bestenfalls durchschnittlich, so Gehrckens. Die Möglichkeiten von Multimedia-Formaten würden viel zu selten genutzt, um zusätzliche Produktinformationen - gerade bei komplexeren Finanzprodukten - zu vermitteln. Außerdem böten die meisten Institute keinerlei Interaktionsmöglichkeiten, wie etwa Feedbackfunktionalitäten, für die Kunden. „Der Internetauftritt sollte Möglichkeiten zum Austausch bieten und nicht nur als Transaktions- oder reine Werbeplattform dienen“.

Facebook und Co. werden nicht richtig genutzt

Doch die meisten Banken haben nicht den Mut zur Interaktion mit ihren Kunden. Das zeigt auch der Blick auf die entsprechenden Facebook- oder Twitter-Profile. Insbesondere Großbanken wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank tun sich in den sozialen Medien recht schwer. Wer beispielsweise bei Facebook nach der Commerzbank sucht, bekommt gleich eine Reihe von Einträgen. Ein Profil beantwortet alle Fragen zu einer Karriere bei Deutschlands zweitgrößter Bank, ein anderes liefert Tipps vom Chef-Investor der Bank. Ein allgemeines Portal des Konzerns sucht der Nutzer allerdings vergeblich.

Etwas aufgeholt hat dagegen die Deutsche Bank, sie lässt mittlerweile auch Nutzer-Kommentare auf ihrer Facebook-Seite zu. Auf einen richtigen Dialog will sich das Institut allerdings nicht einlassen und lässt negative Aussagen von Facebook-Nutzern zu Themen wie der Spekulation mit Nahrungsmitteln lieber unkommentiert.

Bei der Untersuchung der dgroup schneiden Großbanken im Vergleich zu anderen Instituten dennoch vergleichsweise gut ab. Die Postbank als Deutsche Bank-Tochter schafft es immerhin auf Platz 5 unter den Kreditinstituten. Abgeschlagen dahinter liegen dagegen die Genossenschaftsbanken und - zur großen Überraschung - die Direktbanken. Dabei sind doch gerade comdirect, DKB und Co. auf das Geschäft im Internet angewiesen.

Die vermeintlichen Online-Spezialisten sind zwar bei der Online-Eröffnung von Konten besser als Sparkassen oder Großbanken. Bei anderen Services wie Demokonten oder Newslettern schneiden sie aber deutlich schlechter ab. Auch bei mobilen Services für Smartphones oder Tablets hängen Direktbanken meilenweit hinterher. Während Sparkassen über Apps verfügen, mit denen sich sicher Geld überweisen lässt oder mobil nach einer Filiale in der Nähe gesucht werden kann, haben einige Direktbanken, wie beispielsweise die DKB, gar keine Apps für mobiles Banking im Programm.

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