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Studie Warum die Deutschen ihre Bank wechseln

Immer mehr Nicht-Banken machen den klassischen Instituten Firmenkunden streitig, wie eine aktuelle Studie von Ernst & Young zeigt. Doch die Banken können sich wappnen - etwa, indem sie die mobilen Dienste verbessern.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hat eine Banken-Studie durchgeführt Quelle: dapd

Für die Hausbanken wird das Ringen um Firmenkunden härter. Grund dafür sind vor allem sogenannte Non-Banks: Dazu zählen etwa Kreditkarten- und Telekommunikationsunternehmen, die einzelne Bankdienstleistungen anbieten, aber nicht die ganze Produktpalette einer Bank abdecken.

Wie die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young in ihrem Global Commercial Banking Survey schreiben, nutzen in Deutschland aktuell zwei von drei Firmenkunden die Dienstleistungen sogenannter Non-Banks. 16 weitere Prozent sind interessiert an solchen Angeboten.

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Gefragt ist vor allem die Vorfinanzierung von Handelstätigkeiten – so gaben 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, hierfür Dienstleister außerhalb des Bankengewerbes zu frequentieren.

Das Investmentbanking überlassen die Deutschen nach wie vor lieber den klassischen Banken: Das gaben 74 Prozent der Befragten an.

Gründe für einen Bankenwechsel

Neben den Nicht-Banken sorgen weitere Veränderungen für erhöhte Konkurrenz: Die Banken wildern auch untereinander. Das spiegelt sich an den Wechselabsichten wider: Mehr als ein Drittel der Firmenkunden plant in den nächsten zwölf Monaten einen Wechsel der Bank – bei Großunternehmen sind es sogar vier von zehn.

Wenn Unternehmen ihre Bank wechseln, geht es vor allem um die Preisgestaltung und das Image. Ein weiterer Grund ist Unzufriedenheit mit dem aktuellen Dienstleister. Laut Studie sehen zwei Drittel der Unternehmer Verbesserungsbedarf – sieben Prozent gaben sogar an, unzufrieden zu sein.

Warum die Deutschen ihre Bank wechseln

Besonders bei den Online-Diensten können sich die Banken verbessern. Ein Drittel der Kunden ist mit den Onlineplattformen und nur jeder Vierte mit den mobilen Diensten seiner Bank zufrieden. Ernst & Young sieht hier Verbesserungspotentiale.

Zumal diese Dienste für den Kunden eine immer größere Rolle spielen. Fast die Hälfte der Kunden nutzt mindestens einmal täglich die digitalen Kanäle seiner Bank. Bei den Mobilen Diensten sind es vier von zehn Kunden.

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Der Grund dafür dürften Bedenken wegen der Datensicherheit sein: 40 Prozent der Befragten gaben das an. Als logische Folge daraus ergibt sich, dass eine ähnlich große Zahl an Kunden hier Verbesserungsbedarf sieht. Für nicht benutzerfreundlich hält die digitalen Angebote nur jeder Zehnte.

Trotz der neuen Möglichkeiten: Das persönliche Beratungsgespräch in der Bank will rund die Hälfte der Befragten nicht missen. Lediglich acht Prozent gaben an, auf den Gang zur Filiale komplett verzichten zu können.

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