Trotz Stellenabbau Commerzbank will ältere Mitarbeiter halten

Das angeschlagene Geldhaus wird 5200 Stellen streichen. Nach Medienberichten plant die Commerzbank, ältere Mitarbeiter halten zu wollen. Kunden würden erfahrene Berater in den Filialen schätzen, so der Personalvorstand.

Wie gut ist die Nummer zwei der deutschen Bankenwelt?
Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main Quelle: dpa
 Ein Containerschiff wird im Hamburger Hafen be- und entladen Quelle: dpa
Eine Auszubildende schraubt an einem Motor Quelle: dpa
Das Logo der Dresdner Bank vor dem Gebäude der Commerzbank Quelle: dpa
Anshu Jain, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank Quelle: dpa
Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG zu Beginn der Hauptversammlung des Unternehmens Quelle: dpa
Der Kurswert der Commerzbank-Aktie am 9. Januar 2009 Quelle: AP
Feuer brennt auf einem Haufen Ein-Euro-Münzen Quelle: dapd

Bei ihrem jüngst beschlossenen Abbau von rund 5200 Stellen will die Commerzbank nach Worten von Personalvorstand Ulrich Sieber ältere Mitarbeiter halten. Die Abfindungsregeln für langjährige Mitarbeiter seien daher weniger attraktiv als in früheren Programmen, sagte Sieber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und fügte hinzu: „Wir brauchen Erfahrungswissen, deshalb wollen wir auch ältere Mitarbeiter im Unternehmen halten.“

Das teilverstaatlichte Institut hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass rund 5200 Arbeitsplätze und damit gut jede zehnte Stelle im Konzern gestrichen werde. Auf betriebsbedingte Kündigungen will die Commerzbank nach eigenen Angaben bis 2016 verzichten, sofern die Ziele zum Arbeitsplatzabbau erreicht werden. Die Gewerkschaft Verdi hatten den Stellenabbau scharf kritisiert.

Um eine „ausgeglichene Altersbalance zu halten“ hat der Vorstand dem Bericht zufolge den gerade unterschriebenen Sozialplan entsprechend justiert. Gegenüber bisherigen Sparprogrammen werde der Abschied für erfahrene Mitarbeiter weniger lukrativ. „Sie erwarten als Kunde, dass auch erfahrene Berater in der Filiale sitzen“, erläuterte Sieber.

Angesichts der beschlossenen Schritte sei die Stimmung in der Belegschaft „realistisch“, sagte der Personalvorstand - „so realistisch wie in der gesamten Branche: In den Banken ist gerade niemandem zum Jubeln zumute“. Der Commerzbank-Vorstand sprach von einem „brachialen Strukturwandel, der Zehntausende Stellen in der gesamten Finanzindustrie gefordert hat - und weiter fordern wird“.

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