WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Trotz Steuerhinterziehung HVB überholt Deutsche Bank

Seite 3/3

800 Stellen fallen weg

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Denn auch im vergangenen Jahr hätten die Geschäfte besser laufen können - wenn die Zinsen nicht gewesen wären. Der Zinsüberschuss der Bank ging um 16,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Dazu trug auch ein schwächeres Kreditgeschäft bei. „Wir tun uns extrem schwer, Kredite zu verkaufen“, gab Weimer zu. Trotz der niedrigen Zinsen hielten sich die Firmen wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage mit ihren Ausgaben zurück.

Gedrückt wurde die Bilanz auch von weiteren Abschreibungen in Höhe von 156 Millionen Euro auf einen Milliardenkredit für den Windpark Ocean Breeze in der Nordsee. Damit summierten sich die Abschreibungen für das Projekt, die wegen Bauverzögerungen nötig wurden, bereits auf 866 Millionen Euro. Weimer bezeichnet das Investment als das "größte jemals von der Bank abgeschriebene Engagement."

45 Filialen sollen schließen

Derzeit verpasst sich die HypoVereinsbank eine neue Struktur und baut vor allem das schwächelnde Privatkundengeschäft um - im vergangenen Jahr fielen dafür Kosten von gut 100 Millionen Euro an. Jetzt will die Bank etwa 45 Filialen in Deutschland schließen. Im Rahmen dieses Umbaus werden bei der HVB rund 1000 Stellen wegfallen. Da die Bank in anderen Bereichen parallel 200 bis 300 neue Mitarbeiter einstellt, wird es unter dem Strich etwa 800 Stellen weniger geben, wie UniCredit bereits am Freitag mitgeteilt hatte. Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahlen der Stellen bereits um rund 200 auf 19.247 verringert. Grundsätzlich könnten betriebsbedingte Kündigungen nie ganz ausgeschlossen werden, sagt Weimer. "Aber es ist mein verdammter Job, dafür zu sorgen, dass das nicht passiert."

Banken



Die Schließung der Filialen begründete Weimer mit der schwachen Auslastung. "Wenn ich in die Filialen gehe, ist dort in großen Teilen gähnende Leere." Auch ältere Kunden nutzten inzwischen Online-Banking. "Selbst meine eigene Frau Mama - deutlich über 70 Jahre alt - macht Online-Banking, weil ihr der Weg in die Filiale zu beschwerlich wird", rechtfertigt sich Weimer. "Aber ich sage hier nicht den Tod der Filialen voraus", betont er. Derzeit hat die Hypovereinsbank rund 610 Filialen in Deutschland, einen Großteil davon in Süddeutschland. Seit einigen Monaten setzt die Bank neben dem persönlichen Gespräch auch auf die Videoberatung der Kunden über das Internet.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%