UBS in Belgien Schweizer Bank unter Geldwäsche-Verdacht

Der Schweizer Bank UBS wird von einem belgischen Untersuchungsrichter schwere, organisierte Steuerhinterziehung zu Last gelegt. Die Bank selbst wollte zunächst keinen Kommentar abgeben.

Das Logo der Schweizer Bank UBS Quelle: REUTERS

Ein belgischer Untersuchungsrichter hat der Schweizer Bank UBS Geldwäsche und schwere, organisierte Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Das größte Geldhaus der Schweiz werde verdächtigt, in Belgien direkt Kunden angesprochen zu haben mit der Absicht, diesen beim Steuerbetrug zu helfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Brüssel. Die belgische Justiz habe die Vorwürfe dank der Zusammenarbeit mit französischen Behörden erheben können, hieß es weiter.

Nähere Einzelheiten waren nicht bekannt. UBS gab zunächst keinen Kommentar zu den Vorwürfen ab, die einen früheren Verdacht gegen die belgische Tochter der Großbank erhärten.

Die mutmaßlich kriminellen Aktivitäten von UBS in Belgien sollen bereits vor mehr als zehn Jahren begonnen haben. Damals soll die Belgien-Tochter Großbank gezielt wohlhabende Kunden angesprochen und ihre Hilfe bei der Steuerhinterziehung von Milliarden Euro angeboten haben. Der Chef der belgischen UBS-Niederlassung war im Juni 2014 deswegen vor Gericht geladen worden.

Die belastenden Informationen stammten von Mitarbeitern, die UBS entweder verlassen hatten oder gefeuert wurden. UBS bestritt damals, dass die belgische Tochter jemals Steuerbetrug unterstützt habe.

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