US-Börsenaufsicht Deutsche Bank legt Derivate-Streit bei

Die Deutsche Bank zahlt 55 Millionen US-Dollar, um einen Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC beizulegen. Bei der Auseinandersetzung ging es um die Bewertung bestimmter Wertpapiere während der Finanzkrise.

Wie die Dax-Konzerne ihre Anleger verwöhnen
Dax-Konzerne werden 2015 wohl einen Rekordwert von 30 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten Quelle: AP
Die Allianz verwöhnte ihre Aktionäre bereits in diesem Jahr und wird 2015 wohl die höchste Dividendenrendite ausweisen. Der Konzern erhöht seine Ausschüttungsquote um fast 30 Prozent. Dass die Allianz so spendabel ist, liegt unter anderem am hohen Nettogewinn des Versicherungskonzerns: Dieser wird fürs laufende Jahr wohl 6,5 Milliarden Euro betragen (in den ersten neun Monaten verdiente die Allianz bereits fünf Milliarden Euro). Dividendenrendite: 4,7 ProzentDividende: 6,85 Euro pro Aktie Quelle: dpa
Der Rückversicherungskonzern Munich Re gehört ebenfalls zu den spendablen Dividendenzahlern. Der Konzern geht von einem Ergebnis von „leicht über drei Milliarden Euro“ aus. Vor allem weniger Belastungen durch Naturkatastrophen sorgten bei der Munich Re für einen Gewinnsprung im vergangenen Quartal. Dividendenrendite: 4,3 Prozent Dividende: 7,75 Euro pro Aktie Quelle: dpa
BASF Quelle: obs
Daimler Quelle: dpa
Die Zahlungen der Deutschen Telekom an die Anteilseigner sollen von 2015 bis 2018 im Schnitt jährlich um zehn Prozent wachsen. Die Dividendenprognose ist an das Wachstum des Free Cash Flow gekoppelt. Damit bleibt die Telekom eine der spendabelsten Dax-Konzerne. Dividendenrendite: 3,1 Prozent Dividende: 0,50 Euro pro Aktie Quelle: REUTERS
Die Deutsche Börse hat unter der Führung von Reto Francioni glänzende Jahre hinter sich. Der neue Chef Carsten Kengeter, ein früherer Investmentbanker, wird erst einmal zeigen müssen, ob er an Francionis Erfolg anknüpfen kann. Dividendenrendite: 3,0 Prozent Dividende: 2,10 Euro pro Aktie Quelle: dpa
RWE Quelle: REUTERS
Absolut gemessen gehört Siemens zu den größten Dividendenzahlern der 30 Dax-Konzerne. Der Elektronikkonzern schüttete fürs vergangene Jahr 2,5 Milliarden Euro an seine Aktionäre aus. Dieses Jahr wird es sogar noch etwas mehr: Anstatt der drei Euro im Vorjahr bekommen Aktionäre dieses Mal 3,30 Euro pro Aktie. Dividendenrendite: 3,4 Prozent Dividende: 3,30 Euro pro Aktie Quelle: dpa
Der Premiumautohersteller knackt einen Absatzrekord nach dem anderen. Und auch Aktionäre werden jetzt weiter am Erfolg beteiligt. Dividendenrendite: 2,6 ProzentDividende: 2,80 Euro pro Aktie Quelle: REUTERS
Die steigende Beliebtheit des Internetversandhandels beflügelt auch das Geschäft der Deutschen Post. Im vergangenen Quartal sorgte vor allem das Expressgeschäft für einen Gewinnsprung. Post-Chef Appel stellte den Aktionären deshalb eine höhere Dividende in Aussicht. Die Post verbuchte im dritten Quartal bei einem Umsatz von 14 (Vorjahr: 13,45) Milliarden Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 677 (646) Millionen Euro. Dividendenrendite: 3,0 Prozent Dividende: 0,90 Euro pro Aktie Quelle: REUTERS
Eon Quelle: dpa
K+S Quelle: dpa
Deutsche Bank Fitschen Jain Quelle: REUTERS
Lufthansa Quelle: dapd
VW Quelle: dpa
Adidas Quelle: REUTERS
Infineon Quelle: dpa
Linde Quelle: dpa
Continental Quelle: dpa

Die Deutsche Bank hat ihren Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC über mutmaßliche Bilanztricksereien in der Finanzkrise beigelegt. Deutschlands größtes Geldhaus zahlt an die Behörde eine Strafe von 55 Millionen Dollar, wie es am Dienstag mitteilte. Ein Schuldeingeständnis sei damit nicht verbunden. Gegen Einzelpersonen werde nicht weiter ermittelt.

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In dem Fall ging es um die Bewertung eines bestimmten Derivate-Portfolios Ende 2008/Anfang 2009. Es stand der Vorwurf im Raum, die Bank habe den Wert zu hoch angesetzt. Die SEC kritisierte die damaligen Methoden der Bank scharf. Bei der Bewertung habe es der Deutschen Bank an realistischem Urteilsvermögen gemangelt, hieß es in einer Mitteilung der Börsenaufsicht. Zudem hätten strenge interne Kontrollen bei der Bilanzierung gefehlt.

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Das Institut hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und erklärt, wegen der damaligen Marktturbulenzen sei eine Bewertung des Portfolios nach objektiven Kriterien nicht möglich gewesen. Es habe seinerzeit keinen verlässlichen Branchenstandard zur Messung des Risikos gegeben, erläuterte die Bank nun. Sie habe keine Verluste bei dem Portfolio erlitten. Wegen diverser Skandale hat die Deutsche Bank in den letzten drei Jahren bereits über neun Milliarden Euro an Strafen zahlen müssen.

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