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ZahlungsverkehrBundesbank-Studie: Trend zum bargeldlosen Zahlen setzt sich fort

Die Deutschen zahlen immer seltener mit Scheinen und Münzen. Die Coronapandemie hat den Trend zum bargeldlosen Einkaufen noch beschleunigt. 06.07.2022 - 14:04 Uhr

Immer weniger Deutsche greifen beim Einkaufen zum Bargeld.

Foto: dpa

Die allmähliche Abkehr vom Bargeld beim Bezahlen hat sich in Deutschland auch im zweiten Coronajahr fortgesetzt. 2021 seien nur noch 58 Prozent aller Zahlungen mit Scheinen und Münzen beglichen worden, teilte die Bundesbank bei der Vorlage einer Studie zum Zahlungsverhalten am Mittwoch mit.

2020 lag der Anteil der Barzahlungen noch bei 60 Prozent, 2017 waren es noch 74 Prozent gewesen. Bargeld bleibt damit aber nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Hinter dem Rückgang steht laut Bundesbank insbesondere die Zunahme von Einkäufen im Internet und der Trend zum kontaktlosen Bezahlen mit EC- und Kreditkarte.

„Die Coronapandemie hat natürlich die Nutzung von Kartenzahlungen noch weiter beschleunigt“, sagte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz bei der Vorstellung der Studie. In den Läden sei häufig dazu aufgefordert worden, bargeld- oder kontaktlos zu bezahlen.

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Vor der Pandemie sei man beim Bäcker noch krumm angeschaut worden, wenn man gefragt habe, ob Kartenzahlung möglich sei. „Heute wird man krumm angeguckt, wenn man eben nicht Karte oder Smartphone zückt und damit den Betrag bezahlt“, sagte er.

Kartenzahlungen mit der Girocard, früher EC-Karte, waren der Studie zufolge 2021 mit einem Anteil von knapp 23 Prozent aller Transaktionen das zweihäufigste Zahlungsmittel. 2017 war ihr Anteil mit 19 Prozent noch deutlich niedriger. Während der Corona-Pandemie seien verstärkt auch kleinere Einkäufe kontaktlos mit Karte bezahlt worden – auch aufgrund von Hygiene-Erwägungen. 2021 wurden bereits gut 15 Prozent aller Einkäufe durch bloßes Vorbeiwischen der Karte an den Terminals beglichen. 2020 lag der Anteil erst bei knapp elf Prozent.

Der Trend zum Online-Einkaufen hielt laut der Studie auch im zweiten Corona-Jahr an. Der Anteil des Onlinehandels am gesamten Umsatz sei 2021 inzwischen auf 24 Prozent geklettert verglichen mit lediglich sechs Prozent 2017. Dabei gewannen Internet-Bezahlverfahren weiter an Zulauf. 2021 wurden bereits fünf Prozent aller Einkäufe so bezahlt – 2017 waren es lediglich knapp zwei Prozent gewesen.

Dabei baute PayPal seine Dominanz mit einem Anteil von inzwischen 4,2 Prozent weiter aus. Auch das Bezahlen mit dem Smartphone ist der Studie zufolge weiter auf dem Vormarsch. 2021 zahlten bereits 17 Prozent aller befragten Smartphone-Besitzer damit an der Ladenkasse. „Ich erwarte, dass in Deutschland künftig immer mehr Menschen ihren physischen Geldbeutel gegen eine elektronische Wallet austauschen“, sagte Balz.

Das Marktforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag der Bundesbank für die jüngste Studie zum Zahlungsverhalten von September bis Dezember 2021 bis 5870 Bürgerinnen und Bürger. Die Bundesbank untersucht bereits seit 2008 das Zahlungsverhalten in Deutschland. Die Studie ist bereits die sechste ihrer Art.

Lesen Sie hier, ob Apple Pay Later der Schritt ist, vor dem die Banken seit Jahren gezittert haben.

rtr
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