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Bankenkrise NordLB und Postbank bestehen Banken-Stresstest knapp

Die Postbank und die NordLB haben den europaweiten Banken-Stresstest nur knapp bestanden. Als einziges deutsches Institut ist der Münchner Immobilienfinanzierer HRE wie erwartet durchgefallen.

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Werbekugelschreiber der Quelle: AP

Wie aus den am Freitag von der Bundesbank und der Finanzaufsicht Bafin veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht, wiesen die beiden Institute in den beiden härtesten Krisen-Szenarien jeweils Kernkapitalquoten (Tier 1) von unter sieben Prozent aus. Die Messlatte, um den Test zu bestehen, lag bei sechs Prozent. Bei dem Test wurden die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs und eines Kursverfalls bei Staatsanleihen auf die Bankbilanzen geprüft.

Die Postbank kam im Rezessionsszenario auf eine Kernkapitalquote von 6,7 Prozent, im Rezessionsszenario plus Staatsanleihen-Schock lag sie bei 6,6 Prozent. Die NordLB erreichte eine Kernkapitalquote von 6,4 beziehungsweise 6,2 Prozent. Postbank und NordLB wurden in den vergangenen Tagen wegen ihrer vergleichsweise schwachen Kapitalausstattung bereits als Wackelkandidaten gehandelt.

Der Stresstest spiegelt zwar nur hypothetische Krisenszenarien wider. Dennoch könnte am Markt Experten zufolge der Ruf lauter werden, dass sich beide Institute dickere Kapitalpolster zulegen. Insgesamt nahmen 14 deutsche Banken am Stresstest teil. Als einziges Institut fiel wie erwartet der Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate durch. Das ist jedoch bedeutungslos, da das verstaatlichte Institut ohnehin bald alle toxischen Papiere in eine Bad Bank auslagert.

Die Deutsche Bank kam im Rezessionsszenario auf eine Kernkapitalquote von 10,3 Prozent, im Rezessionsszenario plus Staatsanleihen-Schock lag sie immer noch bei 9,7 Prozent. Die staatlich gestützte Commerzbank wies Tier-1-Quoten von 9,3 beziehungsweise 9,1 Prozent aus.

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