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Basel III Banken fehlt noch viel Eigenkapital

Die geplante Eigenkapitalreform für Banken (Basel III) wird nach einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) vor allem deutsche Banken hart treffen. Die Institute müssen bis 2019 hartes Eigenkapital in Höhe von 66 Milliarden Euro einsammeln, um die künftigen Minimalanforderungen zu erfüllen.

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Die Bankentürme von Frankfurt Quelle: REUTERS

Das geht aus der Untersuchung der Beratungsgesellschaft hervor. Denn ab 2019 müssen Banken zu sieben Prozent durch Aktien oder Rücklagen kapitalisiert sein.

Die Kapitallücke der Banken entsteht zum einen dadurch, dass die Aufseher strengere Maßstäbe an das zulässige Eigenkapital legen. Viele in Deutschland gebräuchliche Finanzinstrumente werden in Zukunft nicht mehr akzeptiert. Auch staatliche Kapitalspritzen, wie sie zum Beispiel die Commerzbank erhielt, müssen bis 2018 abgelöst und zurückgezahlt werden. Außerdem werden Marktrisiken als riskanter eingestuft. Es sind allerdings nicht nur die Marktrisiken etwa im Handel mit Anleihen oder Derivaten, die stärker mit Kapital abgesichert werden müssen. Auch die Vergabe von Firmen- und Konsumentenkrediten benötigt laut BCG-Analyse mehr Eigenkapital. Sie verteuern sich insgesamt in ähnlicher Höhe wie die Investment-Banking-Aktivitäten.

Große Banken mit großen Lücken

Für das gesamte europäische Bankensystem ermittelte BCG einen Kapitalbedarf von 270 Milliarden Euro. Damit ähneln die Schätzungen der Berater denen der europäischen Aufsichtsbehörden. Diese hatten in einer Auswirkungsstudie einen Kapitalbedarf von 291 Milliarden Euro ermittelt. Große Banken hatten dabei größere Lücken ausgewiesen als kleinere Institute.

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